OTS0026 / 12.03.2010 / 09:12 / Channel: Politik / Aussender: Freiheitlicher Parlamentsklub - FPÖ
Stichworte: AUA / Ausbildung / FPÖ / Hofer / Luftfahrt / Lufthansa


FPÖ: Sinkende Jobchancen für Luftfahrzeugtechniker in Österreich

Utl.: Hofer: "Kündigungswelle bei AUA ist Belastung für Standort" =


   Wien (OTS) - FPÖ-Luftfahrtsprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer sieht
aufgrund der anhaltenden Kündigungswelle bei der Lufthansa-Tochter
AUA in Österreich die Chancen für Luftfahrzeugtechniker sowie für
Luftfahrtpersonal insgesamt in Österreich im Sinken. Das werde man
auch an den Ausbildungsstätten, wie etwa an der HTL für Flugtechnik
in Eisenstadt, an der Fachschule für Flugtechnik in  Langenlebarn
oder an der Fachhochschule Joanneum in Graz zu spüren bekommen.
Hofer: "Die schmerzhaften personellen Einschnitte verbunden mit der
Entscheidung, im Rahmen der Technik am Standort Wien nicht mehr für
Fremdfirmen aktiv sein zu wollen, ist für das sehr spezifische
Arbeitsmarktsegment ein herber Rückschlag. Es handelt sich durchwegs
um höchst qualifiziertes Personal, das eine äußerst spezifische
Ausbildung genossen hat. Die von der AUA freigesetzten Mitarbeiter
stehen nun dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Jobchancen für junge
Schulabgänger ohne Praxiserfahrung sinken rapide."
Hofer hofft daher auf ein verstärktes Engagement der zum Teil seit
Jahren etablierten Luftfahrtunternehmen in Österreich auch im Rahmen
der Ausbildung. Die Krise in der Luftfahrtbranche sei eine Chance für
innovative Unternehmen, die Abseits von starren Strukturen eines
Großbetriebes Nischen bedienen können und nicht unter der Last völlig
überalteter Dienstverträge leiden.
Das österreichische Unternehmen mapjet wird ab 28. April die Routen
Frankfurt und München im Linienflugbetrieb bedienen sowie den Irak
anfliegen und hat für 15. März den Buchungsbeginn angekündigt. Auch
andere Unternehmen werden in die Lücke stoßen, die durch das
Gesundschrumpfen der AUA geschaffen wird.
Hofer: "Wesentlich ist aber, dass diese Unternehmen auch ihre
Verantwortung für die Ausbildung von Luftahrtpersonal in Österreich
wahrnehmen. Die Erholung der Branche wird möglicherweise rascher
voranschreiten, als für viele erwartet. Und dann wird man froh sein,
auf gut geschultes und motiviertes Personal zugreifen zu können."
Hofer fordert die Unterrichtsministerin auf, gemeinsam mit der für
die Luftfahrt zuständigen Infrastrukturministerin den Kontakt
zwischen den aufstrebenden Unternehmen und den Ausbildungsstätten
herzustellen, um die Zusammenarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten
optimal zu begleiten.
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