• 11.03.2010, 15:29:22
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Gaßner: Grüner Bericht 2009 dokumentiert Verteilungsungerechtigkeit bei den Bauern

Wien (OTS/SK) - "Der Grüne Bericht, der seit 50 Jahren erstellt
wird, ist wirklich ein ausgezeichnetes Nachschlagewerk, das auch das
Bauernsterben und die Ungerechtigkeit in der Verteilung der Mittel
eindrucksvoll dokumentiert", sagte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt
Gaßner zum heute, Donnerstag, diskutierten Grünen Bericht 2009 im
Landwirtschaftsausschuss des Parlaments fest. Die Zahl der
bäuerlichen Betriebe habe sich in den letzten 50 Jahren mehr als
halbiert, die Betriebsgröße und die Milchlieferleistung pro Kuh
dagegen verdoppelt. "Der Bericht dokumentiert auch, wie ungleich die
Fördermittel für die Landwirtschaft von 1,7 Milliarden Euro verteilt
sind - 90 Prozent der Mittel gehen an zehn Prozent der Bauern. Zudem
sind von 187.000 Betrieben 60 Prozent Nebenwerbsbetriebe, das heißt
sie können ohne außerlandwirtschaftliches Einkommen nicht überleben",
so Gaßner. ****

Gaßner beschreibt die ungleiche Verteilung des Förderkuchens anhand
der Zahlen aus dem Grünen Bericht 2009: Knapp die Hälfte der Betriebe
erhielt 2008 zusammen nur 12 Prozent der Gelder. Während 37 Prozent
der Betriebe im unteren Förderbereich - bis 5.000 Euro - im Schnitt
nur 2.091 Euro je Betrieb erhielten und einen Förderanteil von
zusammen nur 6 Prozent hatten, lukrierten 2,5 Prozent der Betriebe am
oberen Ende - über 50.000 Euro - 16 Prozent aller Fördermittel, im
Schnitt 77.871 Euro je Betrieb. In den Genuss von jeweils über
100.000 Euro an Direktzahlungen kamen 477 Betriebe, die zusammen 75
Millionen Euro erhielten.

Dem Strukturwandel in der Landwirtschaft, dass nur mehr große
Betriebe überlebensfähig sind und vom Förderkuchen ungleich viele
Gelder erhalten, müsse entgegengehalten werden, so Gaßner. "Denn die
Folge dieser Entwicklungen trifft nicht nur die Landwirte, sondern
die gesamte Bevölkerung. Daher ist es notwendig, hier umzudenken",
sagte Gaßner. (Schluss) rb/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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