• 11.03.2010, 11:47:32
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Kuntzl zu Bologna-Prozess: Kritische Bilanz ziehen und rasch evaluieren!

Verständnis für Proteste von Studierenden, Lehrenden und Forschenden

Wien (OTS/SK) - "Anstatt zehn Jahre Bologna-Prozess nur zu feiern,
sollte dieser einer kritischen Bilanz unterzogen werden", erklärt
SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl. Dies insbesondere in
Hinblick auf klar definierte Ziele, wie etwa Mobilität von
Studierenden und Lehrenden, soziale Durchlässigkeit oder die
Verbesserung der Anrechnung. "Die SPÖ fordert eine exakte Evaluierung
der Umsetzung in Österreich, damit die notwendigen Nachbesserungen
getroffen werden können", so Kuntzl. Die Wissenschaftsministerin sei
dringend gefordert, diese Evaluierung durchzuführen. "Valide Daten
schaffen eine solide Basis, ob und in welchem Ausmaß wir die Ziele
des Bologna-Prozesses erreicht haben", betont Kuntzl, die
insbesondere die sozialen und geschlechterspezifischen Auswirkungen
der Umstellung auf das Bologna-System beleuchtet wissen will. ****

"Jedenfalls müssen aber auch konkrete Verbesserungen im Bereich der
dreigliedrigen Studienpläne getroffen werden, ein vierjähriges
Diplomstudium lässt sich nicht einfach in ein dreijähriges
Bachelor-Studium pressen, das ist problematisch", so Kuntzl. Einfach
die freien Wahlfächer zu streichen, reduziere die Freiräume für
Studierende. "Die Verantwortlichen an den Universitäten haben diese
Probleme großteils bereits erkannt. Daher gehe ich davon aus, dass
sich bereits in den nächsten Jahren einiges an den Universitäten
verbessern wird", so die SPÖ-Wissenschaftssprecherin abschließend.
(Schluss) mb/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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