- 10.03.2010, 14:16:14
- /
- OTS0259 OTW0259
Vbgm. Ludwig unterstützt AK-Forderung nach Senkung der Maklergebühren
"Leistbarkeit von Wohnraum muss auch in Zukunft gesichert sein! Bundesweite Regelung nötig. Die Wr. Wohnbaupolitik wirkt preisdämpfend auf den gesamten Wohnungsmarkt."
Wien (OTS) - Wien (OTS), Wie von der Arbeiterkammer erhoben,
zahlen MieterInnen, die sich am privaten Markt eine Wohnung suchen,
durchschnittlich 2.400 Euro Maklergebühren. Während Wiener Wohnen,
das Wohnservice Wien oder die Gemeinnützigen Wohnbauträger keine
Makler einbinden, und dadurch kein Cent Vermittlungsgebühren anfällt,
müssen Wohnungssuchende auf dem privaten Immobilienmarkt hierzulande
im EU-Vergleich am tiefsten ins Geldbörserl greifen. "Es kann nicht
sein, dass wir im geförderten Wiener Wohnbau weltweites
Vorzeigebeispiel sind und leistbaren Wohnraum schaffen, während im
privaten Bereich soviel gezahlt werden muss, wie sonst nirgendwo in
Europa", so Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig.
"Wenn man sich schon nicht dazu durchringen kann, dass die Vermieter,
die Makler engagieren, auch für die Gebührenentrichtung aufzukommen
haben, sollte in einem ersten Schritt zumindest die
Provisionsbelastung auf ein Niveau, wie beispielsweise in unserem
Nachbarland Deutschland, gesenkt werden. Das heißt: maximal zwei
Nettomonatsmieten statt bisher bis zu drei Bruttomonatsmieten!",
betonte der Wiener Vizebürgermeister heute erneut: "Die Verantwortung
das zu ändern, liegt eindeutig bei den zuständigen Ministern im
Wirtschafts- und Justizministerium", so Ludwig.****
20.000 Wohnungen werden jährlich auf dem privaten Wohnungsmarkt in
Wien neuvermietet. Aufgrund enorm hoher und weiterhin steigender
Maklergebühren sowie fehlender oder unklarer gesetzlicher
Rahmenbedingungen - Dachgeschosswohnungen und Ein- und
Zweifamilienhäuser sind beispielsweise aus dem Mietrechtsgesetz
ausgenommen - steigen die Mieten und damit die Belastungen für die
Bewohnerinnen und Bewohner auf dem privaten Sektor weiter an. Dadurch
erhöhe sich der Druck auf den kommunalen Wohnbau, wie der Wiener
Wohnbaustadtrat, Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig betont.
"Rund 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben bereits heute in
einer geförderten Wohnung. Dieser außerordentlich hohe Anteil
geförderter Wohnungen am gesamten Wohnungsmarkt trägt ganz wesentlich
zur ausgezeichneten Lebens- und Wohnqualität in unserer Stadt und zur
Leistbarkeit der Mieten bei", so Ludwig. Zudem stelle die Stadt Wien
durch eine ganze Reihe von aktuellen Maßnahmen ihren Ruf als
internationales Vorzeigebeispiel im sozialen Wohnbau eindrucksvoll
unter Beweis: "So wird derzeit jährlich die Errichtung von knapp
7.000 neuen Wohnungen - das entspricht in etwa rund 85 Prozent der
gesamten Neubauleistung in Wien - gefördert. Damit schaffen wir ein
qualitativ hochwertiges Angebot zu leistbaren Preisen, gleichzeitig
wird damit das Potential an preisgünstigem Wohnraum am gesamten
Wohnungsmarkt erhöht", betonte der Wiener Vizebürgermeister. Hinzu
kommen noch einmal mehr als 10.000 Wohnungen, die jedes Jahr
gefördert saniert werden.
"Oberstes Gebot ist und bleibt, dass das Wohnen auch für die
Bezieherinnen und Bezieher mittlerer und geringer Einkommen
finanzierbar bleibt", unterstreicht Ludwig, der sich in diesem
Zusammenhang auch ganz dezidiert gegen mögliche Kürzungen von Mitteln
der Wohnbauförderung ausspricht.
"Die Wohnbauförderung ist das zentrale Instrument für die Schaffung
und Sicherung von erschwinglichem Wohnraum. In Wien werden die Mittel
der Wohnbauförderung im Rahmen des Zweckzuschussgesetzes, im
Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern, ausschließlich für den
Bereich Wohnen verwendet. Dabei setzen wir auf drei Säulen: die
Neuerrichtung von Wohnräumen, die Sanierung bestehender Altbauten und
die Subjektförderung, also die direkte finanzielle Unterstützung
sozial Schwächerer. Außerdem koppeln wir die Wohnbauförderung im
Rahmen des Wiener Klimaschutzprogramms KliP bereits seit Jahren
gezielt an Maßnahmen für den Schutz des Klimas", so Vizebürgermeister
Michael Ludwig.
Das Land Wien erhält im Schnitt 450 Millionen Euro im Rahmen des
Finanzausgleichs vom Bund. Zusätzlich werden von der Stadt Wien noch
einmal rund 80 bis 130 Millionen Euro in die Errichtung und Sanierung
von Wohnungen investiert.
Insgesamt erhalten die Länder im Rahmen des laufenden
Finanzausgleichs bis 2013 jährlich rund 1,8 Milliarden Euro an
Zweckzuschüssen für den Wohnbau (in Form von Steueranteilen) vom
Bund. Kürzung dieser Mittel um 500 Millionen Euro hätte nach einer
Modellrechnung des Verbands gemeinnütziger Bauunternehmen (GBV), die
dieser am Montag dieser Woche präsentierte, monatlich rund 280 Euro
höhere Mietkosten in einer durchschnittlich großen Wohnung zur Folge.
"Dennoch kann nicht Ziel der Wohnungspolitik sein, dass die gesamte
soziale Verantwortung ausschließlich vom geförderten Wohnbau
übernommen wird, während die privaten Hausbesitzer Renditen
maximieren. Ich erwarte mir daher von der Bundesregierung ein klares
Bekenntnis zu einer sozialen Wohnpolitik. Auf bundespolitischer Ebene
müssen in Form einer Mietrechtsreform gesetzliche Maßnahmen gesetzt
werden, die dafür sorgen, dass auch im Bereich der Privathäuser
leistbare Wohnungen zur Verfügung stehen", erklärte der Wiener
Wohnbaustadtrat und Vizebürgermeister abschließend. (Schluss) csi
Rückfragehinweis:
Hanno Csisinko, Mediensprecher Vbmg. StR Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81983
mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK






