- 05.03.2010, 11:05:50
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JUGENDVERTRETUNG: Missglückter Start für Wissenschaftsministerin
Die BJV kritisiert den Ruf nach Zugangsbeschränkungen. Probleme junger Menschen werden nicht ernst genommen!
Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) übt heftige Kritik
an den jüngsten Aussagen der neuen Wissenschaftsministerin, die
zeigen, dass sie weder den akuten Handlungsbedarf an den
Universitäten noch die Proteste der jungen Menschen ernst nimmt.
"Frau Karls Ruf nach Zugangsbeschränkungen ist für junge Menschen ein
Affront. Die Einsicht, dass so die zahlreichen Probleme an den Unis
nicht gelöst werden können, sollte nun endlich auch in den Köpfen der
PolitikerInnen angelangt sein", kritisiert BJV-Vorsitzende Rodaina El
Batnigi.
Die BJV weist darauf hin, dass Österreichs Universitätspolitik im
internationalen Vergleich sehr seltsam anmutet: "Anstatt junge
Menschen zu fördern, rühmt man sich in Österreich damit, wie man
möglichst viele vom Studieren abhalten kann. EU-Ziele, die die
Förderungen von Wissen, Innovation und Bildung vorgeben, sowie die
geringe AkademikerInnenquote werden beharrlich ignoriert", so El
Batnigi.
Zahlreiche Studien, wie beispielsweise die jüngste Studierenden
Sozialerhebung, belegen die soziale Undurchlässigkeit des
österreichischen Bildungssystems. Hier sind dringend Gegenkonzepte,
wie der flächendeckende Ausbau der gemeinsamen Schule und ein freier
und offener Hochschulzugang auf allen Ebenen gefordert.
"Letztendlich ist der Start der neuen Wissenschaftsministerin
missglückt. Jetzt stellt sich die Frage, wie lange die Politik noch
warten will, bis sie den dringenden Handlungsbedarf im
Bildungsbereich erkennt. Auch wenn jetzt beide Augen vor der Realität
verschlossen werden, werden die Folgen in absehbarer Zeit deutlich
spürbar sein", so El Batnigi abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
0676/ 880 111 048
[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1051
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