- 05.03.2010, 09:24:33
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Erste-Hilfe-Kurse nehmen die Angst vorm Helfen
Erste Hilfe wird oft aus Angst und Unwissen unterlassen
Wien (OTS) - Der aktuelle Fall einer 56-jährigen Frau, die während
einer Zugfahrt an einem Herzinfarkt verstorben ist, wirft schwierige
Fragen auf. Laut Polizeiermittlung hat ein Ehepaar die Symptome der
Frau beobachtet, ohne Hilfe anzubieten. Eine 17-Jährige hat zuletzt
den Lokführer alarmiert, aber die Hilfe kam zu spät. Offenbar hatte
das Ehepaar die Frau für alkoholisiert gehalten.
"Die Umstände dieses Falles sind besonders tragisch. Aber das
Phänomen, dass Menschen aus Angst und Unwissen nicht helfen, ist uns
gut bekannt," kommentiert Jürgen Grassl, Schulungsleiter des
Arbeiter-Samariter-Bund Österreich. In einer aktuellen Untersuchung
aus Österreich wurde die Frage gestellt, warum es manchen Leuten
schwer fällt, in einem Notfall Erste Hilfe zu leisten: 68 % nannten
"Angst", weitere 13 % "Unwissenheit" als Hauptgründe. Dieselbe
Untersuchung stellte fest, dass nur jede fünfte Testperson in der
Lage war, eine korrekte Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen.
Zudem zeigte sich ganz klar, dass die Erste-Hilfe-Leistungen immer
schlechter wurden, je länger der letzte Kurs zurücklag. Bei fast der
Hälfte der Befragten waren allerdings schon mehr als zehn Jahre seit
dem letzten Erste-Hilfe-Kurs vergangen.
"Das neue Konzept der Erste-Hilfe-Kurse des ASBÖ setzt genau bei
diesen Problemen an", erklärt Jürgen Grassl. "Wir vermitteln den
Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern auf leicht verständliche
Weise, wie sie einen lebensbedrohlichen Notfall erkennen und
behandeln können. Und zwar unabhängig davon, was die Ursache des
Notfalls und wer der Patient ist. Dieses Wissen und die praktischen
Übungen geben Sicherheit - und die Sicherheit nimmt die Angst,"
beschreibt Grassl weiter. Der Schulungsexperte empfiehlt, den
Erste-Hilfe-Grundkurs mindestens alle vier Jahre aufzufrischen, wie
es für betriebliche Ersthelfer gesetzlich vorgeschrieben ist. "Erste
Hilfe kann jeden betreffen, plötzlich und völlig unerwartet - als
Opfer oder Helfer," erinnert Grassl.
Ein weiterer Motivator für das beherzte Eingreifen bei
medizinischen Notfällen im Alltag kann der mobile
Erste-Hilfe-Assistenten "Der Samariter" sein. Diese kostenlose
Applikation für iPhone, iPod touch und alle java-fähigen Handys
unterstützt Ersthelfer mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen in Bild
und Text; von der Absicherung eines Unfallortes über die stabile
Seitenlage bis hin zur Wiederbelebung nach einem Herzstillstand. "Der
Samariter" ersetzt keinen Erste-Hilfe-Kurs, kann aber dabei helfen,
sich zu orientieren und die Angst vor dem Helfen zu überwinden.
www.dersamariter.at
www.asboe-akademie.at
Rückfragehinweis:
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Hollergasse 2-6, 1150 Wien Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Gerlinde Thurner Tel.: +43-1-89145-186 Mobil: +43-664-9637637 E-Mail: [email protected] * Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Mag. Markus Widmer Tel.: +43 (1) 89 145 - 309 E-Mail: [email protected] web: www.samariterbund.net
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/827
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