Sima präsentiert Sauberkeitskampagne 2010: "Du hast es in der Hand!"

Missachtung der Sauberkeitsspielregeln wird gestraft: "Auf die Gasse? Bitte zur Kasse! Jedes Trümmerl kost ein Sümmerl!"

Wien (OTS) - "Du hast es in der Hand!" - mit diesem Slogan in verschiedenen Situationen erinnert die neue Sauberkeitskampagne der Stadt Wien ab heute auf Citylights, 16-Bogen-Plakaten, Inseraten und einem Radiospot an die Eigenverantwortung jedes einzelnen in Sachen Sauberkeit. Ob aus dem Auto geworfene Tschickstummel, auf den Gehsteig abgelagerter Sperrmüll oder liegen gelassener Hundekot - der Verstoß gegen die Sauberkeitsspielregeln kostet. "Wir wollen mit der neuen Kampagne nun nach der kalten Jahreszeit, in der die Moral in Sachen Sauberkeit im öffentlichen Raum traditionell ein wenig sinkt, jeden einzelnen daran erinnern, dass er seinen Beitrag zu einer sauberen Stadt leisten muss. Bei Verstößen drohen Strafen, denn:
Jedes Trümmel kost`ein Sümmerl", so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der heutigen Präsentation in Anspielung an das aktuelle Hundekot-Sujet.

Tschickstummel, illegaler Sperrmüll und Hundekot im Visier

Im Zentrum der neuen Kampagne der MA 48 stehen heuer weggeworfene Zigarettenstummeln, illegal abgelagerter Sperrmüll und nicht weggeräumter Hundekot. Bei letzterem ist die Situation durch Bewusstseinsbildung mittels der allseits bekannten Hundewiesenstecker, einer ständigen Erhöhung der Hundesetautomaten auf mittlerweilen 2.450 Stück und die strengen Kontrollen merklich besser geworden. "Noch vor 3 Jahren waren Hundebesitzer mit Sackerl fürs Gackerl wahre Exoten, heute ist es für die meisten eine Selbstverständlichkeit, die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners wegzuräumen", so Sima. Man werde auch heuer die bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Hundekot auf verschiedene Arten in den beliebten "Tatorten", wie Parks, Baumscheiben etc fortsetzen.

868 Mio Zigarettenstummel: Host an Tschick?

Ein großes Problem in Sachen Sauberkeit stellen nach wie vor die weggeworfenen Zigarettenstummel dar. Jährlich landen in Wien rund 868 Mio. Zigarettenstummeln am Boden: damit könnte man flächenmäßig ganze 30 Fußballfelder füllen. Die Länge dieser Stummel würde aneinandergereiht 10 mal pro Jahr der Strecke von der Quelle der Donau im Schwarzwald bis ins Schwarze Meer entsprechen, ihr Gewicht entspricht 25 mal dem Gewicht eines Müllsammelfahrzeugs. "Das jährliche Volumen zur Entsorgung dieser unglaublichen Menge an achtlos weggeworfenen Stummeln entspricht dem Inhalt von 36.200 Papierkörben", erläutert Josef Thon, Chef der MA 48.

Dem Problem mit den Zigarettenstummel begegnet die Stadt Wien mit eigens von der MA 48 entwickelten Aschenrohren mit der Aufschrift "Host an Tschick?. Sie ergänzen 6.656 Papierkörbe in der Stadt, die schon bisher mit Aschenbechern ausgestattet wurden. Die neuen Aschen-Rohre fassen über 1.000 Zigarettenstummel und sind daher auch auf gut frequentierten Plätzen ausreichend dimensioniert. Bislang wurden 250 Aschenrohre montiert, man will heuer weitere 600 aufstellen, um die Raucher dazuzubewegen, ihre Tschickstummel nicht achtlos auf Gehsteig oder Straße zu werfen. Die Ascher werden von der Bevölkerung gut angenommen, wie Analysen zeigen: Innerhalb einer Woche gelangten bis zu 467 Zigarettenstummeln in die Aschenrohre der Papierkörbe und somit nicht auf die Straße. In Sachen Tschickstummel kooperiert die MA 48 heuer erstmals mit Japan Tobacco International (Austria Tabak), 200 Ascher werden von JTI finanziert, zugleich sind von deren Seite auch Informationsmaßnahmen geplant, um bei den Konsumenten Bewusstsein für eine saubere Stadt zu schaffen.

Illegaler Sperrmüll - 80 Mitarbeiter täglich im Einsatz

Was das dritte Sujet der neuen Kampagne betrifft - den Sperrmüll -so sind auch hier die Zahlen beachtlich: Allein für die Beseitigung illegaler Sperrmüllablagerungen sind derzeit in Wien täglich 80 MitarbeiterInnen der MA 48 mit 40 Fahrzeugen im Einsatz, die Kosten belaufen sich auf rund 7,1 Millionen Euro pro Jahr. Aber auch hier konnten schon erste Erfolge verbucht werden: Wurden vor der Aktion Saubere Stadt im Jahr 2006 noch über 30.000 illegal abgestellte Einkaufswagerln von der MA 48 eingesammelt, so konnte diese Anzahl 2009 auf ca. 20.000 Stück reduziert werden, was einer Reduktion von 30 % entspricht. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Kühlschränken:
waren es 2006 beinahe noch 2.200 Kühlschränke, welche im Grünstreifen oder am Gehsteig achtlos weggestellt wurden, so konnte 2009 ein Rekordtief von 1.540 Stück erreicht werden. "Natürlich wollen wir auch hier weiter reduzieren, es gibt ein breites Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung", so Sima.

Die weitaus umweltschonendere Möglichkeit Sperrmüll zu entsorgen, bietet sich auf einen der 19 Mistplätze. Hier können Sperrmüll in Haushaltsmengen und alle anderen Abfälle werktags zwischen 7 und 18 Uhr gratis abgegeben werden. Der Mistplatz im 22. Bezirk (Percostraße 2) hat sogar sonntags geöffnet. Durch das kostenlose Angebot der Stadt Wien können daher auch die Geldbörsen geschont werden: Bei einer Anzeige durch die WasteWatcher ist hingegen mit einer Strafe im Ausmaß von bis zu 1.000 Euro bzw 2.000 Euro zu rechnen.

Erfolgsmodell WasteWatcher

Mittlerweilen seit zwei Jahren kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Sauberkeitsspielregeln in Wien. Die Bilanz des Jahres 2009 zeigt, dass über 4.000 Amtshandlungen getätigt wurden:

Die Auswertung des Jänners 2010 zeigt im Vergleich zum Jänner 2009 eine Steigerung der Amtshandlungen um 15%.

Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen drohen bis zu 1.000 Euro Strafe, in schweren Fällen bis zu 2.000. Die bislang verhängte Höchststrafe beläuft sich auf 1.360 Euro für 4maliges Nichtwegräumen von Hundekot.

Auch die Verpflichtung zur Schneeräumung auf den Gehsteigen und die Einkehrverpflichtung laut Winterdienstverordnung 2003 kontrollieren die WasteWatcher. Bislang wurden 101 Anzeigen weitergeleitet, weil von Hausbesitzern der Splitt am Gehtsteig nicht eingekehrt oder auf die Straße gekehrt wurde, was ebenfall verboten ist.

"Radiospot mit Willi Resetarits: 'Zeig mir wer du bist - und bau keinen Mist!'"

Neben der Citylights, 16-Bogen-Plakate und Zeitungsinseraten zum Thema ist auch ein witziger Radiospot Teil der neuen Kampagne:
Gesungen von Willi Resetarits und gesprochen von Kabarettist Alfred Dorfer erinnert auch der Spot an die Eigenverantwortung jedes einzelnen, im Spot konkret der Hundebesitzer.

Der Spot ist - wie alle weitern Infos zur neuen Kampagne - auch auf www.baukeinenmist.at abrufbar.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174

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Mag.a Anita Voraberger
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Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima
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E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
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