- 02.03.2010, 11:26:48
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Haus der Musik: I like Chopin
Chopin in Wien: Sonderausstellung zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin
Wien (OTS) - "Chopin in Wien" lautet der Titel der
Sonderausstellung, die im Frühjahr 2010 im Haus der Musik, ein
Unternehmen der Wien Holding, zu sehen ist. Anlass ist der 200.
Geburtstag des polnischen Künstlers Frédéric Chopin. Drei Städte
spielten im Leben Chopins (1810 - 1849) eine wesentliche und
entscheidende Rolle: Warschau, Paris und Wien. In Warschau wurde er
erzogen und erhielt seine künstlerische Ausbildung sowie die
Inspiration für seine künftigen Schöpfungen. In Paris hat sich sein
Talent weiterentwickelt. Die Stadt wurde zu seinem Wohnsitz, an dem
er bis zu seinem Tod lebte. Und schließlich Wien: Hier verbrachte er
in den Jahren 1829 - 1831 insgesamt etwa neun Monate. In der Stadt an
der Donau hat man sein Talent als Komponist und Pianist schnell
entdeckt und den Verlauf seiner weiteren Karriere entscheidend
geprägt. Doch letztendlich blieben ihm Erfolg und Anerkennung in Wien
aufgrund politischer Umstände verwehrt.
Die Ausstellung im Haus der Musik ist als Erzählung konzipiert,
die auf der Chronologie der Ereignisse und des Geschehens seiner
Wiener Jahre basiert. Als Grundlage dient hier vor allem die
umfangreiche, vielfältige Korrespondenz des Komponisten. Über 100
Exponate stammen aus den Sammlungen des Nationalen Chopin Institutes
in Warschau, des Bildarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek,
des Österreichischen Theatermuseums und des Wien Museums.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Reihe von Konzerten im
Haus der Musik: So finden die CHOPIN - SOMMERKONZERTE zwischen 19.
Juni und 28. August 2010, jeden Samstag um 15:30 Uhr statt. Junge
internationale Künstler interpretieren Chopins Werk im
glasüberdachten Innenhof, bei freiem Eintritt. Und am 16. April 2010
läuft ein ganz besonderes Highlight: "CHOPIN AROUND" - Frédéric
Chopin goes Jazz! Beginn 19 Uhr, Tickets zum Preis von 12,- Euro. Das
Ticket berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung "Chopin in Wien".
Musikalisches Wunderkind
Frédéric Chopin wurde am 1. März 1810 in Zelazowa Wola westlich
von Warschau geboren. Bereits mit vier Jahren lernte Chopin Klavier
spielen. Im achten Lebensjahr verfasste Chopin seine erste
selbständige Klavierkomposition, eine Polonaise, die er der Frau
seines Taufpaten widmete. Kurz danach begann der junge Komponist,
regelmäßig aufzutreten. Als Wunderkind fand er früh Beachtung in der
polnischen Presse. In Warschauer Musikkreisen war Chopins Name schon
damals bekannt. Ein wichtiger Schritt zur musikalischen
Weiterentwicklung des jungen Chopin war der Besuch des Warschauer
Konservatoriums ab 1826.
Erste musikalische Auslandsreise führte nach Wien
Nachdem Chopin das Warschauer Konservatorium erfolgreich
absolviert hat, folgte die erste musikalische Auslandsreise in die
Musikmetropole Wien. Über Krakau und Bielitz erreichte Chopin im Juli
1829 die Stadt an der Donau. Chopin war begeistert, endlich in der
Musikweltstadt zu sein. Trotz der langen Reise ließ er es sich nicht
nehmen, gleich nach der Ankunft in die Oper zu gehen. Anfangs scheute
Chopin davor zurück, in Wien zu konzertieren. Doch bald wurde er von
seinem Wiener Herausgeber und seinen Freunden dazu überredet. Sein
erster Auftritt war ein voller Erfolg und sogar das Orchester
applaudierte. Der Weiterverlauf seiner Karriere wurde maßgeblich
dadurch beeinflusst, dass sein Talent als Komponist und Pianist in
Wien sehr schnell entdeckt und gefördert wurde. Insgesamt blieb
Chopin das erste Mal 21 Tage in Wien. Nach seiner Rückkehr nach
Krakau komponierte er zwei Klavierkonzerte und überlegte
währenddessen intensiv, wann er endlich nach Wien zurückkehren
könnte.
Zweiter Aufenthalt in der Donaumetropole im Jahr 1830
Im November 1830 kam der junge Chopin ein zweites Mal nach Wien,
wo er möglichst viele Konzerte spielen wollte. Doch die politischen
Umstände sollten seinen Wien-Aufenthalt nachhaltig beeinflussen. In
Warschau lehnte sich die polnische Bevölkerung gegen die russischen
Besatzer auf. Österreich bezog Position für Russland und boykottierte
alle polnischen kulturellen Aktivitäten in Wien. So konnte Chopin
während seines acht Monate dauernden zweiten Aufenthalts in Wien nur
ein einziges Mal auftreten. Enttäuscht verließ Chopin 1831 die Stadt
Wien in Richtung München und Stuttgart, im Herbst 1831 kam er in
Paris an. In der Künstlerszene der französischen Metropole fand er
schließlich, das was ihm in Wien verwehrt blieb: Beachtung und
Anerkennung. Paris wurde Chopins Wohnsitz, an dem er bis zu seinem
Tod lebte. 1849 verstarb Chopin im Alter von 39 Jahren in der Stadt
an der Seine.
Multimediale Erzählung über Chopins Zeit in Wien
Die als Erzählung konzipierte Sonderausstellung "Chopin in Wien
1829 - 1831" im Haus der Musik präsentiert Fakten und Episoden aus
Chopins Leben. Tagebuchexzerpte des Künstlers, Fotos, Bilder, Noten,
Meldezettel, Plakate, Briefe, Presseausschnitte und ähnliches
vermitteln ein anschauliches Bild. Über 100 Exponate sind in der
Ausstellung zu sehen - sie stammen aus den Sammlungen des Nationalen
Chopin Instituts in Warschau, des Bildarchivs der Österreichischen
Nationalbibliothek, der Theatersammlung und des Wien Museums.
Zusätzlich werden Filmausschnitte aus den international anerkannten
Chopin-Dokumentationen des Kurators Piotr Szalsza sowie Tonaufnahmen
der in Wien komponierten Werke Chopins präsentiert.
Rückblickend gesehen war die Wiener Zeit - trotz aller
Enttäuschungen - prägend und erfolgreich für den Künstler: Er wurde
als Pianist und Komponist einem breiteren Publikum vorgestellt. Seine
Korrespondenzen zeigen, dass er an der "Wiener Krise" auch persönlich
reifte. Fast 30 Werke hat Chopin während seiner Zeit in Wien
aufgeführt, komponiert bzw. konzipiert:
o Konzert E-Moll o Rondo a la Krakowiak o Variationen "La ci darem la mano" für Klavier und Orchester o Polonaise Ges Op. Posth o Grand Polonaise Brillant Es o 12 Etüden o Mazurka Op. 6 o Mazurka Op. 7, B-Dur o Mazurka Op. 7, f-moll o Walzer Op. 34 Nr. 2, a-moll o Scherzo Op. 20, h-moll o Nocturne Op. 9, H-Dur o Ballade g-moll o Introduction u. Polonaise C-Dur für Klavier und Cello o Lento con grand espressivo cis-moll (op. posth)
Öffnungszeiten und Preise
Die Ausstellung ist von 4. März bis 30. April 2010 im Haus der
Musik, 1., Seilerstätte 30 zu sehen. Das Haus der Musik ist täglich
von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro
ermäßigte Karten sind um 8,50 Euro erhältlich.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) gaw
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wolfgang Gatschnegg
Wien Holding - Konzernsprecher
Telefon: 01 408 25 69-21
Mobil: 0664 82 68 216
E-Mail: [email protected]
www.wienholding.at/
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174
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