- 23.02.2010, 11:01:08
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JUGENDVERTRETUNG: Jugendschutz vereinheitlichen JETZT!
Die BJV präsentierte in einem Pressegespräch ihre Forderungen für ein einheitliches Jugendschutzgesetz und gab den Startschuss für ihren neuesten Youtube-Spot!.
Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) fordert in ihrem
heutigen Pressegespräch eine Abschaffung des Gesetzes-Wirrwarrs im
Jugendschutzbereich: "Beim Jugendschutzgesetz treibt der Föderalismus
seltsame Blüten. Für uns ist einfach nicht nachvollziehbar, warum in
Österreich nicht für alle Jugendlichen die gleichen Rechte und
Pflichten gelten", so BJV-Vorsitzender Wolfgang Moitzi. "Die jetzigen
Regelungen sind einfach absurd. Warum darf beispielweise ein
16-jähriger Tiroler länger ausgehen als eine 16-jährige Steirerin",
fragt sich Moitzi.
In einem Youtube-Spot, der ab sofort im Web verbreitet wird, stellt
die BJV die absurde Situation im Jugendschutzbereich dar und macht
auf ihre Forderungen für ein einheitliches Bundesjugendschutzgesetz
aufmerksam:
Rauchen und Alkohol: Verkaufs- und Konsumverbot unter 16 Jahren
Ausgehzeiten:
bis 12 Jahre: 22 Uhr
ab 13 Jahren: 23 Uhr
ab 14 Jahren: 1 Uhr
ab 16 Jahren: frei
Aufenthaltsverbot bis 18 Jahre in Sexshops, Nachtlokalen,
Prostitutionsräumen, Peep-Shows, Swingerclubs"
Verbot des sogenannten kleinen Glücksspiels
Verbot von Veranstaltungen, Medien und Gegenständen, die
- Aggression fördern oder die Menschenwürde missachten,
- diskriminierend oder menschenverachtend sind,
- Sucht fördernd sind oder finanzielle Nachteile nach sich ziehen."
Wie auch Dr. Anton Schmid von den Kinder- und Jugendanwaltschaften
belegt, braucht es ein Gesetz, das den Lebensrealitäten der
Jugendlichen entspricht, damit es auch ernst genommen wird.
"Wir haben auf Basis der Kinder- und Jugendanwaltschaften Forderungen
für ein einheitliches, österreichweit gültiges, Gesetz entwickelt,
das zeitgemäß ist und den Lebensrealitäten der Jugendlichen
entspricht", erklärt Moitzi. Im Zentrum der Umsetzung müsse die
Stärkung der Selbstverantwortung von jungen Menschen stehen und nicht
der Versuch, sie zu entmündigen. Die Diskussion um
Jugendschutzregelungen müsse gleichzeitig mit dem notwendigen Ausbau
von Präventionsmaßnahmen einhergehen. "Denn über eine law and order
Politik beim Jugendschutz seien die Probleme, die Jugendliche
beispielsweise mit Alkohol oder Glücksspiel haben, nicht zu lösen. Da
braucht es andere Zugänge", so Moitzi.
"Der Vorschlag für ein Bundesjugendschutzgesetz liegt am Tisch. Jetzt
ist Jugendminister Mitterlehner am Zug. Die Zeit ist mehr als reif
für ein einheitliches Jugendschutzgesetz, das alle jungen Menschen in
Österreich gleich behandelt", so Moitzi abschließend.
Link zum Videospot der Bundesjugendvertretung:
www.vereinheitlichen.at
Facebook-Gruppe: "Jugendschutz vereinheitlichen JETZT! -
www.vereinheitlichen.at"
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
tel. 0676/ 880 111 048
[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1051
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