- 20.02.2010, 08:25:50
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Regner: Balance im sozialen Gefüge wieder herstellen
Für EU-weite Finanztransaktionssteuer - Kosten der Krise nicht auf ArbeitnehmerInnen abwälzen
Wien (OTS/SK) - "Um soziale Gerechtigkeit zu erzielen, müssen wir
die Balance im sozialen Gefüge wieder herstellen", sagt die
SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner am Samstag anlässlich des heute
stattfindenden Welttags der Sozialen Gerechtigkeit. "Dazu gehört,
dass die Akteure der Finanzwelt ihren Beitrag leisten, um die Folgen
der von ihnen verursachten Krise abzuschwächen und um zu verhindern,
dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die entstandenen Kosten
alleine tragen". ****
Auf EU-Ebene habe man nun die einmalige Chance, die Finanzmärkte neu
und sozial gerechter zu regeln. Regner fordert in diesem Zusammenhang
eine europaweite Finanztransaktionssteuer, um zu vermeiden, dass die
Budgetsanierung in den kommenden Jahren zu Lasten der sozial
Schwächsten erfolgt. Berechnungen haben ergeben, dass mit einer
Finanztransaktionssteuer 85 Milliarden EU-weit eingenommen werden
könnten, sagt Regner. Darüber hinaus müsse man endlich die
Manager-Boni reduzieren. Es sei sozial nicht vertretbar, dass Manager
von Unternehmen wie beispielsweise Opel, die zahllose Arbeitskräfte
entlassen, dafür belohnt würden. "Der Welttag der sozialen
Gerechtigkeit und auch das Europäische Jahr zur Bekämpfung von
sozialer Ausgrenzung und Armut sollten von allen politischen Akteuren
zum Anlass genommen werden, ernsthafte Strategien gegen eine drohende
soziale Destabilisierung zu entwickeln", bekräftigt die
EU-Parlamentarierin. (Schluss) rb/mp
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