Wien (PK) - Im Rahmen eines Oberösterreich-Tages ist heute
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Bezirk Schärding
unterwegs. Am Programm stand am Vormittag der Besuch in der
Bezirksgeschäftsstelle des Arbeitsmarktservice. Bei Gesprächen mit
den MitarbeiterInnen wurde deutlich, dass die grenznahen Regionen des
Bundeslandes besonders von der Wirtschaftskrise betroffen sind,
schließlich mussten viele der dort ansässigen Großbetriebe Personal
abbauen, eine besondere Herausforderung für das AMS. Dass aktive
Arbeitsmarktpolitik sehr ernst genommen wird, zeigt die
Lehrwerkstätte des Berufsförderungsinstitut in Schärding, die vom AMS
finanziert wird und in der zur Zeit zehn Lehrlinge, davon drei
Frauen, in den Bereich Metallverarbeitung und Elektro ausgebildet
werden. Ziel ist es, wie der Leiter der Geschäftsstelle, Mag. Harald
Slaby, betonte, die Kapazitäten in den kommenden drei Jahren so
auszubauen, dass 30 Lehrlinge eine duale Ausbildung in diesen
Bereichen absolvieren können.
Den zweiten Schwerpunkt des Besuchs der NR-Präsidentin im Bezirk
bildet die Bildungspolitik. Bei einem Besuch der HTL Innviertel-Nord
in Andorf, die mit Kunststoff- und Umwelttechnik über zwei für die
Region zukunftsträchtige Ausbildungszweige verfügt, diskutierte
Präsidentin Prammer mit den Schülerinnen und Schülern über aktuelle
Herausforderungen im Bildungswesen. Den engagierten jungen Mädchen
und Burschen waren aber auch Gleichbehandlung von Frauen in Politik
und Wirtschaft sowie Fragen zum Parlament besondere Anliegen. Wie
denn überhaupt ein Nationalrat zu führen sei, wollten einige etwa
wissen. Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung von zwei
SchülerInnen der Maturaklasse, Katharina Spanlang und Klaus Schlackl,
für die NR-Präsidentin durch die Werkstätten der HTL, die seit 2002
provisorisch untergebracht ist. Der Neubau ist bereits fertig
geplant, wie der Direktor der Schule, DI Richard Lechner, und der
Bürgermeister von Andorf, Peter Pichler (S), ausführten. Mit dem 12
Mio.-Euro-Vorhaben sei ein erster wichtiger Schritt für die HTL
getan, so Bürgermeister Pichler bei einer Pressekonferenz anlässlich
der Präsentation des Siegerprojekts des ArchitektInnenwettbewerbs.
Jetzt ginge es um die Umsetzung und Finanzierung und hier sei vor
allem die Unterstützung des Bundes gefragt. Für diese spricht sich
auch NR-Präsidentin Prammer aus, denn "gerade in den Regionen braucht
es vermehrt höhere Schulen, und schließlich sind Investitionen in die
Bildung die wichtigste Zukunftsinvestition".
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