Wien (OTS) - Die jüngste Studierenden Sozial-Erhebung reiht sich
in zahlreiche Studien ein, welche die soziale Undurchlässigkeit des
österreichischen Bildungssystems belegen: "Wie viele Studien braucht
es noch, bis die Regierung endlich handelt?", fragt sich
BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi.
Die Problematiken seien schon seit Jahren klar, zeigt die Vorsitzende
auf: "Unser Bildungssystem selektiert viel zu früh und junge Menschen
aus bildungsfernen Schichten haben deutlich weniger Chancen, eine
höhere Ausbildung zu erhalten. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass der
Anteil von Studierenden aus niedrigeren Schichten an den Unis in den
letzten zehn Jahren sogar um fast ein Drittel abgenommen hat. Hier
muss endlich gegengesteuert werden!"
Um ein gutes Bildungssystem zu erreichen brauche es Maßnahmen auf
mehreren Ebenen:
"Die Selektion fängt nicht erst beim Studienantritt an, daher braucht
es das flächendeckende Angebot der gemeinsamen Schule der
10-15jährigen, damit junge Menschen endlich gleiche Bildungschancen
haben. Es darf nicht länger sein, dass die Zukunft von Kindern von
Faktoren wie Wohnort oder Elternhaus abhängen", so El Batnigi.
Die BJV fordert einen freien und offenen Hochschulzugang auf allen
Universitätsebenen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen
Situation von Studierenden. Um endlich eine Qualität im
Bildungsbereich zu erreichen, die den Namen verdient, brauche es eine
deutliche Aufstockung des Bildungsbudgets, im tertiären Bereich auf
mindestens zwei Prozent des BIP.
Die hochschulpolitischen Forderungen der BJV sind im aktuellen
Positionspapier Hochschulpolitik auf www.jugendvertretung.at
nachzulesen.
Rückfragehinweis:
~
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer,
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01 / 2144499-15
Mobil: 0676/ 880 111 048
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OTS0110 2010-02-05/11:43
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