• 04.02.2010, 10:58:07
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Hypo: Neue Milliardenbelastung für Kärnten

SPÖ-KO Seiser drängt auf Offenlegung von geheimen PWC-Bericht

Klagenfurt (OTS) - Mit harscher Kritik reagierte am Donnerstag der
Kärntner SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser auf die Stellungnahme von
Pröll-Sprecher Harald Waiglein, wonach das Finanzministerium jenen
PricewaterhouseCoopers-Bericht geheim halten wolle, welcher der Hypo
Alpe Adria einen Wertberichtigungsbedarf zwischen fünf und zehn Mrd.
Euro bis 2017 bescheinigt, für welchen das Land Kärnten haftet.
Seiser hatte ja zuvor aufgedeckt, dass rund 1400 Kredit- und
Immobiliengeschäfte vor allem in Kroatien im Volumen von rund zehn
Mrd. Euro "faul", das heißt uneinbringlich, seien und von
Finanzminister Josef Pröll die Offenlegung des "finanziellen
Tsunamis, der auf Kärnten zurollt" verlangt.

Der SPÖ-Klubobmann forderte heute ÖVP-Obmann Josef Martinz noch
einmal dringend auf, von dessen Parteikollegen Pröll den PWC-Bericht
anzufordern: "Dieses Gutachten muss ein Bestandteil der
U-Ausschuss-Unterlagen werden." Den Beteuerungen des
Finanzministeriums und der Bank, es würde keine zusätzlichen Risiken
geben, schenke er ohne den Prüfbericht zu kennen, keinerlei Glauben.
Schließlich sei im Zusammenhang mit der Hypo schon so viel gelogen
und beschönigt worden, dass "sogar Baron Münchhausen sich im Grab
umdreht". Und: "Dass das Finanzministerium den Bericht nicht
angeschaut hat, obwohl darin von zweistelligen Milliardenverlusten
die Rede ist, kann ich mir nicht vorstellen. Der Staat Österreich
wird ja nicht die Katze im Sack gekauft haben", so Seiser.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/192

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