- 03.02.2010, 15:56:26
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ÖGJ: Präsenzdienst für Zivildienst-Absolventen keine Lösung
Berufsverbot muss fallen, wenn nötig mit Verfassungsmehrheit
Wien (OTS/ÖGJ) - "Menschen, die bereits ihren Zivildienst
abgeleistet haben, dürfen auf keinen Fall dazu verpflichtet werden,
auch noch zum Präsenzdienst vergattert zu werden, nur weil sie gerne
bei der Polizei arbeiten würden", sagt ÖGJ-Bundessekretär Florian
Zuckerstätter. Der Vorschlag von SPÖ-Wehrsprecher Stefan Prähauser
wird von der Gewerkschaftsjugend daher entschieden abgelehnt. Dass
die Gewissensklausel eine Verfassungsbestimmung ist, ändert daran
nichts: "Als abgeordneten zum Nationalrat sollte Prähauser bekannt
sein, dass auch Verfassungsbestimmungen geändert werden können", so
Zuckerstätter.++++
Mit der Benachteiligung von Zivildienern müsse es ein Ende haben,
fordert die ÖGJ. "Es ist absolut nicht mehr zeitgemäß, dass
Zivildienern ganze Berufsfelder versperrt bleiben. Menschen, die in
einer sozialen Einrichtung gearbeitet haben, können für die Exekutive
genau so nützlich sein wie Menschen, denen man beim Heer das Schießen
beigebracht habe", sagt Zuckerstätter.
Die ÖGJ fordert:
+ Verpflegungsgeld in der Höhe von 26,40 Euro pro Tag, ohne Abzüge
+ volle Freifahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln
+ Anhebung der Höchstgrenze für die Wohnkostenbeihilfe auf 40 Prozent
des letzten Bruttobezugs
+ sofortiger Stopp des Berufsverbots
+ deutliche Verkürzung der Wartezeit auf die Zuweisung
ÖGB, 3. Februar 2010
Rückfragehinweis:
ÖGB Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
(01)53 444-39 264
www.oegb.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/143
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