- 26.01.2010, 13:04:50
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Leichtfried: Blockade gegen Einrechnung externer Kosten in Eurovignette muss aufgehoben werden
Studie belegt: De facto null Mehraufwand bei Kosteninternalisierung
Wien (OTS/SK) - "Es ist bedauerlich, dass der vom EU-Parlament
gefasste Beschluss zur Eurovignette noch immer durch den Rat
blockiert wird", bemerkt der Delegationsleiter der
SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg Leichtfried, am Dienstag. Das EU-Parlament
habe sich darauf geeinigt, dass die externen Kosten, die der
LKW-Verkehr verursacht, wie etwa Staukosten, Lärmkosten und Kosten,
die durch Luftverschmutzung entstehen, in die Eurovignette
eingerechnet werden. Gegner der Einrechnung würden stets das Argument
ins Treffen führen, dass dadurch eine Verteuerung der transportierten
Güter eintreten würde und dies dem Konsumenten schade. Gestern wurde
jedoch im Verkehrsausschuss eine Studie des Joint Research Centers
vorgestellt, die belegt, dass durch die Internalisierung der externen
Kosten kein nennenswerter Preisanstieg zu befürchten sei. "Die
Frächterlobby und der Rat müssen sich also neue Argumente überlegen,
um die Wegekostenrichtlinie weiter zu verhindern", unterstreicht der
SPÖ-Politiker. ****
Die Studie habe gezeigt, so Leichtfried, dass der Anstieg der
Kosten für die Spediteure sehr gering ausfallen werde. Darüber hinaus
sei anzunehmen, dass durch die Eurovignette die Frächter dazu
angehalten werden, ihre Effizienz zu steigern und beispielsweise
Leerfahrten zu vermeiden. Diese Anpassung im Transportverhalten würde
auch dazu führen, dass die Kostenerhöhung kaum Auswirkungen auf den
Endpreis eines transportieren Produktes habe. So sei in der Studie
etwa gezeigt worden, dass ein Paar Jeans, das durch Europa
transportiert werde, lediglich 0,03 Prozent teurer werde. "Diese
geringe Teuerung steht in keinem Verhältnis dazu, was sich der
Steuerzahler ersparen würde, wenn der LKW-Verkehr die von ihm
verursachten Kosten selber tragen würde", konstatiert Leichtfried.
"Wir alle wollen dazu beitragen, dass der Klimawandel gestoppt
wird. Es ist daher unverständlich, dass einer der größten
Verursacher, nämlich das Transportgewerbe, keinerlei Beitrag dazu
leisten soll", unterstreicht der EU-Abgeordnete. "Es wäre daher zu
wünschen, dass die Frächter ihrerseits Verantwortung übernehmen und
endlich bereit sind, die Wegekostenrichtlinie zu akzeptieren", betont
Leichtfried abschließend. (Schluss) bj/cv
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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