- 18.01.2010, 13:59:45
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Bures/Sima Lärmschutz entlang der Schiene in Wien gesichert
Land Wien und Bund investieren bis 2013 18 Mio. Euro für Lärmschutzmaßnahmen entlang der ÖBB-Strecken
Wien (OTS) - Einen weiteren Vertrag im Rahmen des langfristigen
Projekts "Schalltechnische Sanierung von Eisenbahn-Bestandsstrecken
in Wien" haben heute Infrastrukturministerin Doris Bures,
Umweltstadträtin Ulli Sima sowie Vertreter der ÖBB-Infrastruktur AG
unterzeichnet. Auf Basis dieses neuen Durchführungsvertrages sind
Lärmschutzmaßnahmen an vielen weiteren Eisenbahnabschnitten in Wien
gesichert. Bis Ende 2009 investierte das Land Wien und der Bund rund
Euro 16 Mio. in den Lärmschutz entlang Schienenstrecken in Wien, bis
Ende 2013 kommen weitere Euro 18 Mio. dazu.
"Mit den Lärmschutz-Maßnahmen, die wir gemeinsam mit der Stadt
Wien für die Bundeshauptstadt umsetzen, sorgen wir dafür, dass die
Anrainerinnen und Anrainer an Eisenbahnstrecken spürbar entlastet
werden. Weniger Lärm bedeutet mehr Lebensqualität - und
Lebensqualität ist bekanntlich DAS Markenzeichen der Weltstadt Wien",
betonte Verkehrsministerin Doris Bures. Der Ausbau der Schiene sei
eines der wichtigsten Projekte dieser Bundesregierung, bei dem es
ganz wesentlich ist, dass es auf Akzeptanz bei der Bevölkerung stößt.
"Die Eindämmung der Lärmbelastung entlang der Bahn ist daher auch ein
Signal, dass wir die Menschen auf unserem Weg mitnehmen und
bürgernahe Politik machen", so Bures.
"Lärmschutz ist für die Stadt Wien ein ganz zentrales Anliegen,
die Lärmschutzmaßnahmen entlang der Schiene erhöhen die
Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener", so Umweltstadträtin Ulli
Sima. "In den vergangenen zehn Jahren sind große Streckenabschnitte
in ganz Wien lärmtechnisch saniert worden, viele weitere Abschnitte
werden in den kommenden Jahren saniert und damit für viele
Wienerinnen und Wienern die Lärmbelastung weiter reduziert."
Lärmschutz für neue Teilstrecken in Simmering, Penzing, Floridsdorf
und Liesing
Die Unterzeichnung des neuen Durchführungsvertrages zwischen Land
Wien und ÖBB bedeutet den Baustart für Lärmschutzwände entlang
Streckenabschnitten an der Westbahn, der Südbahn, der Nordbahn und
der Ostbahn. Der Bau von Lärmschutzwänden ist in vielen Fällen
kombiniert mit einer Förderung für Schallschutzfenster für die
betroffenen Wohnhäuser. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt zu je
50 % vom Bund und Land Wien. Für diese Strecken sind Lärmschutzwände,
meistens im Kombination mit Fensterförderungen, gesichert:
o 11. Bezirk an der Ostbahn: Bereich Gudrunstraße bis ÖBB-Werkstätte
Simmering
o 14. Bezirk an der Westbahn: Bereich Ameisgasse bis
Deutschordenstraße
o 21. Bezirk an der Nordbahn: Bereich Wasserparkbrücke bis
Werndlgasse
o 23. Bezirk an der Südbahn: Bereich Atzgersdorfer Straße bis
Landesgrenze
Zahlreiche Lärmschutzwände in Wien sind bereits fertig gestellt:
o In Wien-Penzing an der Westbahn wurde im April 2002 eine 400 Meter
lange und bis zu 5 Meter hohe hochabsorbierende Lärmschutzwand im
Bereich Blindenwohnheim in nur wenigen Monaten Bauzeit fertig
gestellt.
o Im Herbst 2005 konnten die Bauarbeiten für die Lärmschutzwand an
der Nordbahnstrecke im Bereich Bahnhof Leopoldau abgeschlossen
werden. Parallel dazu können die förderungsberechtigten
Eigentümerinnen und Eigentümer von insgesamt 45 Wohngebäuden eine
Förderung für Schallschutzfenster beantragen. Einreichungen sind bei
der ÖBB-Infrastruktur AG noch bis 2011 möglich.
o Für Wohnbauten an der Donauuferbahn im Bereich Reichsbrücke bis
Meiereistraße/Wehlistraße ist für die jeweiligen Eigentümerinnen und
Eigentümer ebenfalls eine Förderung für Schallschutzfenster möglich.
Einreichungen bei der ÖBB-Infrastruktur AG sind noch bis 2011
möglich.
o Beim Nordwestbahnhof im Bereich Taborstraße wurden im November 2006
die bereits bestehenden Lärmschutzwände bis zum Bereich Stromstraße
verlängert. Auch hier ist eine Fensterförderung noch bis 2011
vorgesehen.
o Im Bereich Johnstraße bis Bahnhof Penzing an der Westbahn wurde im
Herbst 2007 eine Lärmschutzwand fertiggestellt. Auch hier läuft noch
bis 2011 ein Förderprogramm für Schallschutzfenster.
o An der Ostbahn im Bereich Klenkweg im 22. Bezirk wurde im Herbst
2004 eine Lärmschutzwand in der Länge von 289 Meter fertig gestellt.
o Für Wohnhausanlagen entlang der Schnellbahnstammstrecke auf der
Südbahn im Bereich der Lärmschutzwand Theodor-Körner-Hof, der
höchsten und innovativsten Lärmschutzwand Wiens, ist ebenfalls noch
eine Fensterförderung bis 2011 möglich.
Diese Lärmschutzprojekte befinden sich zurzeit in Bau:
o Eine Lärmschutzwand im Bereich Bahnhof Stadlau entlang der Ostbahn
von der Wiedgasse bis zur Erzherzog-Karl-Straße
o Eine Lärmschutzwand (kombiniert mit einer Förderung für
Schallschutzfenster) im Bereich Bahnhof Wien Nord/Hellwagstraße an
der Schnellbahn-Stammstrecke
o In Zusammenhang mit den Arbeiten für den Hauptbahnhof Wien werden
derzeit an der Südbahn im Bereich Laxenburger Straße bis Oswaldgasse
mehrere Lärmschutzwände errichtet.
Entlastung für rund 60.000 Wienerinnen und Wiener
ÖBB und Stadt Wien ziehen in Sachen Lärmschutz an
Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien an einem gemeinsamen Strang. In
einem Übereinkommen zwischen Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie und der Stadt Wien aus dem Jahr 2001 haben
sich die beiden Projektpartner verpflichtet, gemeinsam die Errichtung
von Lärmschutzwänden und den Einbau von Lärmschutzfenstern
durchzuführen. Von der Durchführung aller Lärmsanierungsprojekte
entlang des Wiener Bahnstreckennetzes profitieren rund 60.000
Wienerinnen und Wiener.
Lärmschutz erfolgt etappenweise
Das Projekt "Schalltechnische Sanierung von
Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien" erfolgt etappenweise. Sowohl für
die Planung als auch für die Durchführung der einzelnen
Lärmschutzmaßnahmen müssen zwischen Bund und Land Einzelverträge
abgeschlossen werden. In welcher Reihenfolge die ausgewählten
Strecken saniert werden, hängt von der entsprechenden Lärmbelastung
und der Anzahl der betroffenen Menschen ab. AnrainerInnen, die in
dicht besiedelten Gebieten leben und besonders hohem Bahnlärm
ausgesetzt sind, kommen früher "zum Zug". Diese Prioritätenreihung
wird von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 mit Hilfe des
Schienenverkehrslärmkatasters festgelegt.
Rückfragehinweis:
Mag.a Anita Voraberger Mediensprecherin Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima Tel.: +43 1 4000 81353 Mobil: +43 664 16 58 655 E-Mail: [email protected] www.natuerlich.wien.at Susanna Enk Pressesprecherin der Bundesministerin Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Stubenring 1, 1011 Wien Tel.: 01 / 711 62 65 8121
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174
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