- 29.12.2009, 10:13:51
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Jugendwohlfahrt baut Präventionsangebote aus
Beratungsangebote und Elterntrainingsgruppen werden ab nächstem Jahr intensiviert
Wien (OTS) - Die Phase rund um die Geburt des Babys und die ersten
Lebensjahre mit dem Kind stellen für manche Eltern eine große
Herausforderung dar, die sie ohne Unterstützung nicht meistern
können. Um hier von Beginn an Hilfe anzubieten, werden ab Anfang 2010
die ambulanten und stationären Unterstützungsangebote der MAG ELF in
den Eltern-Kind-Zentren ausgebaut.
Eine Evaluierung der Angebote hat ergeben, dass sich Mütter und
Väter einerseits eine verstärkte Einzelberatung und andererseits ein
gezieltes Elterntraining wünschen. Insbesondere sozial schwache
Familien sollen damit künftig intensiver als Zielgruppe angesprochen
werden.
Beratungsangebot wird ausgebaut
"Die Eltern-Kind-Zentren der MAG ELF sollen in Zukunft noch mehr
als bisher als erste Anlaufstelle für Familien mit Fragen, Sorgen und
Nöten aller Art etabliert werden", skizziert Stadtrat Christian
Oxonitsch das Ziel. "Das Beratungsangebot von SozialarbeiterInnen,
SozialpädagogInnen und PsychologInnen wird daher ab nächstem Jahr
massiv ausgebaut." Gerade die Wirtschaftskrise hat es notwendig
gemacht, auch finanzielle Beratung für Familien und
AlleinerzieherInnen anzubieten. ExpertInnen stehen Müttern und Vätern
auch bei anderen Themenbereichen, wie etwa "Leben mit Kindern",
Erziehungsfragen, Trennung und Scheidung zur Seite. Die
MitarbeiterInnen der MAG ELF werden bereits seit Herbst im Rahmen von
intensiven Fortbildungen für diese Aufgaben vorbereitet.
Elterntrainingsgruppen zu den verschiedensten Themen
Zusätzlich sollen in Zukunft neue, mehrere Wochen dauernde
Elterntrainingsgruppen zu den verschiedensten Themen angeboten
werden. So lernen Familien etwa wie sie ihre Babys und Kleinkinder
beruhigen und fördern, ohne in Extremsituationen hilflos und
überfordert zu sein. Das Jugendamt baut mit diesem Programm auf den
guten Erfahrungen auf, die es mit einem in den Eltern-Kind-Zentren
durchgeführten von der EU subventionierten Daphne-Projekt erzielt
hat, das die Förderung von gewaltfreier Erziehung zum Inhalt hatte.
"Wir wollen Eltern damit unterstützen, Schritt für Schritt als Eltern
fit zu werden", so Oxonitsch.
Berührungsängste in sozial schwachen Familien abbauen
Wie die Erfahrungen zeigen, haben insbesondere sozial schwache
Familien mit gewissen Berührungsängsten bzw. Anlaufschwierigkeiten zu
kämpfen. Vielfach finden sie gar nicht den Weg ins
Eltern-Kind-Zentrum. In Zukunft sollen die MitarbeiterInnen der
Eltern-Kind-Zentren diese Familie auch verstärkt zu Hause besuchen,
unterstützen und erfolgreich an das vielfältige Beratungsangebot der
Stadt heranführen. Damit wird eine sehr wichtige Zielgruppe erreicht
und gefördert.
Elternberatung und Elternschulen
Elternberatung und Elternschulen als auch die sogenannten
Babytreffs gehören weiterhin zu den Standardangeboten in allen acht
Wiener Eltern-Kind-Zentren. Weitere Angebote werden künftig flexibel
und zielgruppenspezifisch am Standort gestaltet. So können etwa bei
Bedarf die Angebote abwechselnd für verschiedene Altersgruppen
erfolgen, wie beispielsweise ein Babytreff im Frühjahr und im Herbst
dann Krabbeltreff etc.. Auch neue Angebote sollen erprobt werden, wie
etwa ein Väter-Kind-Cafe, eine mehrteilige Weiterbildung
"Haushaltsführung mit wenig Geld" oder "Verreisen mit Baby".
Zukünftig soll es daher auch regional unterschiedliche Angebote in
den Eltern-Kind-Zentren geben, die sich an den Bedürfnissen der
Eltern in den jeweiligen Bezirken orientieren. Der Bedarf wird gerade
von den SozialarbeiterInnen vor Ort erhoben.
Geplant ist auch die Ausweitung des Angebotes in einigen
Elternberatungsstellen als zusätzliche Standorte. Dazu gehört etwa
die Installierung von Gruppentreffs, wie beispielsweise in der
Hagenmüllergasse, in der Pappenheimgasse oder in der Malzgasse.
Private Einrichtungen werden von der MAG ELF gefördert
Kursangebote, die weniger gefragt waren, werden künftig nicht mehr
von der MAG ELF offeriert. Eine breite Palette an Kursen und
Gruppenangeboten für junge Eltern bieten aber auch private, von der
MAG ELF geförderte Einrichtungen, wie etwa die Eltern-Kind-Zentren
"Nanaya" oder "Kind und Kegel". Somit können die unterschiedlichen
Bedürfnisse der Eltern abgedeckt werden.
Die MAG ELF wird zudem jene Eltern unterstützen, die auf der Suche
nach Räumlichkeiten für regelmäßige Treffen sind.
Die Öffnungszeiten für offenen Betrieb in den Eltern-Kind-Zentren
sind ab nächsten Jahr jeweils montags, dienstags und freitags von 9
bis 13 Uhr und am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. Die übrige Zeit steht
für (Einzel)Beratungen und Trainingsangebote zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Mag.a Monika Sperber Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch Tel.: +43 1 4000 81848 mailto:[email protected] Gabriele Ziering Öffentlichkeitsarbeit der MAG ELF Tel.: 4000/90 613 E-Mail: [email protected] http://www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174
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