- 21.12.2009, 13:25:58
- /
- OTS0155 OTW0155
BAGS-KV: Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich fordern fairen Lohn- und Gehaltsabschluss
In kürzester Zeit mehr als 20.000 Unterstützungen für gewerkschaftliche Forderungen
Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) Innerhalb von zwei Wochen
unterzeichneten mehr als 20.000 Beschäftigte des privaten
Gesundheits- und Sozialbereiches eine Resolution, die angemessene
Reallohnerhöhungen für alle Beschäftigten der Branche fordert. "Wir
sind über die unzureichenden bisherigen Angeboten der Arbeitgeber bei
der laufenden Kollektivvertragsrunde zutiefst empört", heißt es in
der Resolution. ++++
Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten
im privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurden am 2. Dezember
ergebnislos unterbrochen. Das Angebot einer Lohn- und Gehaltserhöhung
unter der Inflationsrate (zwischen 0,00 Prozent und 0,5 Prozent)
verbanden die Arbeitgeber mit Forderungen zur
Arbeitszeitflexibilisierung. Dieses "Angebot" ist für die
ArbeitnehmerInnen völlig inakzeptabel.
"Jetzt soll im Gesundheits- und Sozialbreich offenbar die
Wirtschafts- und Finanzkrise am Rücken jener ausgetragen werden, die
wenig verdienen und sich um die Bedürftigsten in der Bevölkerung
kümmern. Öffentliche Mittel dürfen nicht nur für die Rettung des
Finanzsektors verwendet werden. Auch eine Ankurbelung der Wirtschaft
und eine Stärkung der Inlandsnachfrage durch entsprechende Lohn- und
Gehaltszuwächse für die Beschäftigten sind erforderlich", erklärt
Willibald Steinkellner, stv. Vorsitzender der Gewerkschaft vida.
So hat beispielsweise der Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien an
alle Wiener Geschäftsführer von Sozialeinrichtungen eine Brief
geschickt, in dem es heißt, dass es heuer für diesen Bereich nichts
zu verteilen gibt - und auch nicht in den kommenden Jahren.
Gleichzeitig klagen Sozialvereine, dass sie unter den derzeit
herrschenden Bedingungen schon jetzt kein qualifiziertes Personal
bekommen. Dieser Bereich ist aber, was die Schaffung neuer
Arbeitsplätze betrifft, von volkswirtschaftlich größter Bedeutung.
"Jetzt sind die Verantwortlichen in Bund und den Ländern sowie in den
Sozialeinrichtungen gefordert. Sie müssen sich für einen fairen Lohn-
und Gehaltsabschluss für diese gesellschaftlich so bedeutende Branche
einsetzten. Lohn- und Gehaltsdumping wäre angesichts der
Wirtschaftskrise das völlig falsche Signal und würde Zukunftschancen
und kurzfristige Perspektiven zu Schaffung von Arbeitsplätzen
verbauen", erklärt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-djp).
ÖGB, 21. Dezember 2009 Nr. 774
Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit Mag. Martin Panholzer Tel.: 05 0301 - 21511 [email protected] www.gpa-djp.at vida-Öffentlichkeitsarbeit Mag. Martina Fassler Tel: 01/54641-117 [email protected] www.vida.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






