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OTS0061   19. Dez. 2009, 13:36

WWF: Kopenhagen ist politische Klimakatastrophe

Zivilgesellschaft wächst zusammen: Hoffnungen liegen jetzt auf Mexiko


"Die Klimakonferenz von Kopenhagen ist eine
politische Klimakatastrophe, die uns weit zurückwirft", reagierte
WWF-Klimaexperte Markus Niedermair angesichts des heutigen
Minimalkompromisses. Die Hoffnungen des WWF liegen jetzt bei der
Nachfolgekonferenz, der COP 16, Ende nächsten Jahres in Mexiko. Der
WWF betrachtet das Kopenhagen-Abkommen als reine Willenserklärung,
die nicht rechtlich verbindlich und daher nicht durchsetzbar ist. "Es
ist eine Schande, dass die Führer dieser Welt nach zwei Wochen der
Verhandlungen zu keinem rechtsverbindlichen Vertrag gekommen sind",
so der WWF. Positiv sieht der WWF hingegen das Zusammenrücken der
Zivilgesellschaft. "Noch nie kamen so viele Organisationen,
Umweltgruppen und Menschenrechtsaktivisten zu einer internationalen
Konferenz. Dieses Potenzial, das in Kopenhagen entstanden ist, muss
sich im nächsten Jahr auf das Ziel eines weltweiten Klimavertrags
konzentrieren", so Niedermair. Nach der Anti-Atom-, der Friedens- und
der Umweltbewegung bedeutet Kopenhagen die Geburtsstunde einer
globalen Klimabewegung.

"Wir leben politisch in einer Welt, die sich zwar zum Zwei-Grad-Ziel
bekennt, aber was praktisch verhandelt wurde, ist eine
Temperaturerhöhung um mindestens drei Grad bis zum Ende des
Jahrhunderts", so Niedermair. "Dieser Spalt zwischen den Reden der
Politiker und der Wirklichkeit kann nun Millionen von Menschenleben
und mehrere Milliarden Dollar an Klimafolgeschäden kosten." Dennoch
hofft der WWF auf einen Klimavertrag in den weiteren Verhandlungen
und appelliert an die reichen und armen Länder, die Verhandlungen
sofort nach Ende der COP 15 wieder aufzunehmen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0061 2009-12-19 13:36 191336 Dez 09 WWF0001 0255



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