• 17.12.2009, 13:02:03
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FPÖ-Fichtenbauer fordert gerade bei Kleingerichten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Emotionsgeladene Konflikttypen müssen vermehrt Berücksichtigung finden

Wien (OTS) - Auch der freiheitliche Justizsprecher, NAbg. Dr.
Peter Fichtenbauer, zeigt sich vom gestrigen Mordanschlag am
Bezirksgericht Hollabrunn zutiefst betroffen. Der Justizverwaltung
werde es nicht erspart bleiben, sich vermehrt mit den primären
Quellen solcher emotionsgeladener Straftaten gerade an Kleingerichten
auseinanderzusetzen.

Fichtenbauer, der den Angehörigen der ermordeten Rechtspflegerin sein
tiefstes Mitgefühl ausspricht, zeigt sich nämlich davon überzeugt,
dass gerade Bezirksgerichte mehr von emotionsgeladenen Bluttaten
betroffen seien als die ohnehin bestens abgesicherten Großgerichte,
und erinnert an den tragischen Vorfall am Bezirksgericht Perg in
Oberösterreich, wo es schon vor Jahren zu einem ähnlich grausamen
Mordanschlag gekommen sei. "Das verwundert bei näherer Betrachtung
nicht wirklich", führt der FP-Justizsprecher aus, "da gerade an
Bezirksgerichten Verhandlungen geführt werden, die sich mit
Nachbarschafts-, Ehe- oder Streitigkeiten um die Kindesobsorge
befassen - also Materien, die besonders geeignet sind, affektgeladene
und damit besonders unberechenbare und brutale Straftaten zu
provozieren."

Fichtenbauer fordert die Justizverwaltung auf, sich dieses gerade für
Kleingerichte typischen Konfliktpotentials vermehrt bewusst zu werden
und dort unverzüglich die ausstehenden Sicherheitsvorkehrungen zu
treffen, vor allem aber die längst fälligen Sicherheitsschleusen zu
installieren.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
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