• 10.12.2009, 11:51:40
  • /
  • OTS0138 OTW0138

Mölzer: Spekulationskarussell dreht sich wieder schneller und Brüssel schaut tatenlos zu

Bei heute beginnendem EU-Gipfel wird Riesenchance für strenge Finanzmarktaufsicht vergeben - Bei Platzen der nächsten Blase werden erneut die Steuerzahler die Zeche zahlen

Wien (OTS) - Es sei zu befürchten, dass die Europäische Union bei
dem heute in Brüssel beginnenden Gipfel der Staats- und
Regierungschefs die riesige Chance für eine strenge
Finanzmarktaufsicht vergebe, sagte der freiheitliche
Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Nachdem
auf den internationalen Finanzmärken das Schlimmste vorüber ist, geht
man wieder zur Tagesordnung über. Und das bedeutet, dass sich das
Spekulationskarussell wieder schneller zu drehen beginnt während
Brüssel tatenlos zuschaut", betonte Mölzer.

Im Gegensatz dazu, so der freiheitliche Delegationsleiter, hätten die
Realwirtschaft und damit die Durchschnittsbürger nach wie vor unter
den Folgen der von der internationalen Hochfinanz ausgelösten Krise
zu leiden. "Quer durch Europa steigen die Arbeitslosenzahlen und die
Budgetdefizite explodieren, sodass in den kommenden Jahren mit
drastischen Sparpaketen zu rechnen sein wird. Während das
internationale Spekulantentum so tut, als sei nichts geschehen,
müssen die Bürger die Zeche zahlen", kritisierte Mölzer.

Daher sei es nur umso gerechter, so Mölzer, künftig von den
Profiteuren wahnwitziger Spekulationsgeschäfte einen Solidarbeitrag
zu verlangen. "Es muss verhindert werden, dass beim Platzen der
nächsten Blase die Verluste erneut auf die Steuerzahler übergewälzt
werden. Eine Finanztransaktionssteuer, die von den EU-Mitgliedstaaten
einzuheben wäre, wäre da ein Schritt in die richtige Richtung",
unterstrich Mölzer.

Allerdings sei leider davon auszugehen, wie der der freiheitliche
EU-Mandatar hervorhob, dass nach den vollmundigen Ankündigungen der
letzten Monate die Europäische Union der Mut verlasse. "Was beim
beginnenden EU-Gipfel unter dem Titel Finanzmarktaufsicht
herauskommen wird, sind drei mit zahnlosen Kompetenzen ausgestatte
EU-Behörden, die nicht die Finanzmärkte einer strengen Aufsicht
unterziehen, sondern in erster Linie die EU-Bürokratie noch weiter
aufblähen und Eurokraten ein Betätigungsfeld bieten", schloss Mölzer.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
   http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel