• 10.12.2009, 09:25:31
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GLOBAL 2000: Faymann muss österreichische Klima-Blockade beenden!

UmweltschützerInnen fordern: Waldschutz darf nicht zur Bilanz-Fälschung verkommen

Wien (OTS) - Österreich steht bei den Klimaverhandlungen in
Kopenhagen am Klima-Pranger für seine Haltung bei der Anrechnung von
Waldemissionen. Am ersten Tag erhielt Österreich von über 450
Nichtregierungsorganisationen die Auszeichnung für den größten
Verhandlungsblockierer - den 'Fossil of the day'-Award. "Österreich
verhindert beim Waldschutz eine Einigung innerhalb der EU und
gefährdet damit einen wichtigen Teil der internationalen
Verhandlungen. Bundeskanzler Faymann muss das Thema beim EU-Rat
ansprechen und klarstellen, dass Österreich nicht für Bilanztricks zu
haben ist, sondern wirklichen Klimaschutz forciert", so Manuel Graf,
Klimasprecher von GLOBAL 2000.
Wälder speichern CO2-Emissionen: Weniger Wald, bedeutet mehr CO2 in
der Atmosphäre. Diese Emissionen müssen jenen Ländern zugeordnet
werden, in denen die Waldmasse, beispielsweise durch Biomassenutzung,
abnimmt. Genau das will Österreich verhindern. Geht es nach den
heimischen VerhandlerInnen bei der Klimakonferenz, soll eine Prognose
gestellt werden, wie sich die Aufnahmefähigkeit des Waldes entwickelt
und nur die Abweichung von dieser Prognose soll als Emission
gerechnet werden. "Dieser Vorschlag ist absurd, denn diese
CO2-Emissionen gelangen in die Atmosphäre und werden damit für den
Klimawandel wirksam ," so Graf weiter. Berechnungen zeigen, dass es
sich um bis zu zehn Millionen Tonnen CO2 pro Jahr handeln könnte -
das entspricht rund 13 Prozent der Emissionen von 1990.

In Kopenhagen wird auch der Regenwaldschutz verhandelt. "Würde das
österreichische Versteckspiel auch beim Regenwald angewandt, wäre das
ein Klima-Desaster. Der Klimawandel lässt sich nicht durch
Rechentricks aufhalten, wir brauchen reale Reduktionen und keine
Bilanzfälschung", so Graf. "Kopenhagen wird nur dann ein Erfolg, wenn
alle Länder ihren Teil dazu beitragen, die Erderwärmung unter zwei
Grad zu halten. Das wird von den USA, der EU und anderen Ländern
verlangt. Bundeskanzler Faymann ist jetzt gefordert, die
österreichische Position zu klären. Österreich darf nicht weiter auf
der Klimaschutz-Bremse stehen", so Graf abschließend.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Jens Karg
Tel.: +43 699 1 42000 20
mailto:[email protected]
www.global2000.at

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