• 09.12.2009, 10:59:38
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Mölzer: Arabische Welt hat Schweizer Minarettverbot zu respektieren

Skandalöse Beschimpfung eines SVP-Politikers in arabischer Talkshow - In der Schweiz gibt es im Gegensatz zu arabischer Welt Demokratie und Religionsfreiheit

Wien (OTS) - Als skandalös und inakzeptabel bezeichnete heute der
freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas
Mölzer, die Beschimpfung des Nationalrats der Schweizerischen
Volkspartei, Oskar Freysinger, als "neuen Hitler Europas" in einer
Talkshow des arabischen Senders "Al Jazeera". "Die Entscheidung der
Schweizer gegen den Bau von Minaretten ist demokratisch gefallen,
also auf eine Art und Weise, wie sie in den meisten arabischen
Ländern undenkbar wäre. Denn bekanntlich zählt die arabische Welt
nicht gerade zu den Musterbeispielen für Demokratie", fügte Mölzer
hinzu.

Weiters wies Mölzer, der auch Mitglied des außenpolitischen
Ausschusses des Europäischen Parlaments ist, darauf hin, dass es kein
Menschenrecht für den Bau von Minaretten gäbe. "Die Religionsfreiheit
ist zu achten, aber der islamische Glaube kann auch ohne Minarette
ausgeübt werden. Schließlich gibt es ja eine Vielzahl von Moscheen,
die ohne Minarette auskommen", betonte der freiheitliche
Delegationsleiter.

Abschließend kritisierte Mölzer die Diskriminierung und Verfolgung
von Christen in islamischen Ländern. "Wenn wegen des Minarettverbots
in der Schweiz in islamischen Ländern schon so viel von
Religionsfreiheit die Rede ist, dann muss umgekehrt dieses Recht auch
für Christen gelten", schloss Mölzer.

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