• 03.12.2009, 08:26:09
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  • OTS0014 OTW0014

Regner: Schlupflöcher am Finanzmarkt eliminieren

EP-Bericht zur Richtlinie über Manager alternativer Investmentfonds vorgestellt- "Es bleibt noch viel zu tun"

Wien (OTS/SK) - "Es darf nicht zu einer nur scheinbaren Sicherheit
am Finanzmarkt kommen", so Evelyn Regner, die Verhandlungsführerin
der Sozialisten und Demokraten im Rechtsausschuss, anlässlich der
Vorstellung des Berichts des hauptverantwortlichen
Wirtschaftsausschusses im Europäischen Parlament (EP) zur Richtlinie
über Manager alternativer Investmentfonds. "Die Richtlinie stellt
einen ersten Schritt dar, führt jedoch nicht zur notwendigen Änderung
des Finanzmarktsystems zugunsten der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer. Auch in Richtung mehr Transparenz und Information sowie
strengere Beaufsichtigung ist noch viel zu tun", so Regner. "Es ist
wichtig, dass Schlupflöcher in der Regulierung der Hedge Fonds und
Private Equities eliminiert werden - die vom EVP-Berichterstatter
vorgesehene Abschaffung von Schwellenwerten ist daher begrüßenswert.
Wünschenswert wäre jedoch ein Ansatz bei der Regulierung der Fonds
selbst", so Regner. ****

"Wir müssen die Lehren aus der Finanzkrise konsequent ziehen. Daher
sind frühere Informationen für Arbeitnehmer und Kleinanleger sowie
Veröffentlichungspflichten von heimlichen Aufkäufen und schädlichen
Leerkäufen bei privaten Beteiligungsgesellschaften notwendig", zeigt
die EU-Abgeordnete bestehende Mängel der Richtlinie auf. "Im
Richtlinien-Entwurf wurden systemische Risiken bisher großteils
ausgeklammert, die die Krise mitverursacht haben", bedauert Regner,
die sich als Verfasserin einer Stellungnahme im Rechtsausschuss des
EP für die Beschränkung des Einsatzes von Fremdkapital einsetzt.

"Es ist zu begrüßen, dass wir mit der Richtlinie einen Schritt näher
an einer umfassenden EU-weiten Regelung sind", zeigte sich Regner
erfreut. Nun ist dafür zu sorgen, dass ausnahmslos alle alternativen
Investmentformen inkludiert werden und keine Ausnahmen geschaffen
werden. Zudem müsse eine Regelung für Fonds, die in EU-Drittländern
angesiedelt sind, gefunden werden. "Im Sinne der Menschen in Europa
ist es unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Spekulationen am
Finanzmarkt nicht frisch und fröhlich weitergehen", so Regner
abschließend. (Schluss) as

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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