- 01.12.2009, 10:48:40
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Maier: Pharmaindustrie verunsichert Patient
Wien (OTS/SK) - "Am 1. 1. 2010 wird die sogenannte Salzburger
Vereinbarung zwischen Ärztekammer Salzburg und Salzburger
Gebietskrankenkasse in Kraft treten. Darin ist eine ökonomische
Medikamentenverschreibung festgeschrieben. Gegen diese Vereinbarung
macht die Pharmig, der Dachverband der Pharmazeutischen Industrie,
jetzt mobil und verunsichert die Patientinnen und Patienten",
kritisierte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier. Die
Ökonomierichtlinie verpflichtet Ärzte dazu, bei gleicher Wirksamkeit
das in Gesamtbetrachtung der medikamentösen Therapie günstigste
Medikament zu verschreiben. ****
Maier erläuterte, dass die Salzburger Vereinbarung vorsieht, dass -
wissenschaftlich begleitet - in ausgewählten Indikationsbereichen
künftig unter den als geeignet bewerteten Präparaten jenes ausgewählt
wird, das auch ökonomisch am günstigsten ist. "Allein in Salzburg
besteht mit der Ökonomie-Richtlinie ein Einsparungspotential von vier
Millionen Euro, österreichweit wäre dies ein Vielfaches", so Maier.
Daher versuche die Pharmabranche mit allen Mitteln und unwahren
Behauptungen die Vereinbarung in Salzburg zu verhindern, weil sie um
ihre Profite fürchte.
Maier bringt daher eine parlamentarische Anfrage an den
Gesundheitsminister darüber ein, wann die Richtlinie der ökonomischen
Verschreibweise in allen Bundesländern umgesetzt wird und wie das
Gesundheitsministerium die Vorgangsweise der Pharmig beurteilt.
(Schluss) as/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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