OTS0303 / 25.11.2009 / 15:48 / Channel: Politik / Aussender: Freiheitlicher Parlamentsklub - FPÖ
Stichworte: FPÖ / Graf / Hahn / Hochschuldialog / Schmied / Universitäten / Wissenschaft


Graf zu Hochschuldialog: Monolog-Sammlung bringt uns bildungspolitischen Zielen nicht näher

Utl.: FPÖ-Wissenschaftssprecher schlägt ständigen Unterausschuss für tertiäre Bildung vor =


   Wien (OTS) - "Der Hochschuldialog ist nicht mehr als eine Sammlung
von Monologen", zeigte sich FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Martin
Graf enttäuscht. Von den Ministern Hahn und Schmied sei auch heute
nicht mehr zu hören gewesen als die üblichen Absichtserklärungen:
"Eine Bereitschaft zu Sofortmaßnahmen war nicht einmal ansatzweise
erkennbar." Für Graf ist es daher dringend nötig, die
Bildungsdiskussion wieder ins Parlament zu verlegen. Zur Aufarbeitung
der zahlreichen dringenden Materien schlägt Graf vor, einen ständigen
Unterausschuss des Wissenschaftsausschusses zu bilden, der sich
ausschließlich mit der tertiären Bildung beschäftigen soll.
"Es ist dringend nötig, die bildungspolitischen Ziele neu zu
definieren", so Graf. Inhaltlich verweist er dabei auf den
12-Punkte-Plan der FPÖ, und hier insbesondere auf die Forderungen
nach einem freien Hochschulzugang ohne Zugangsbeschränkungen, nach
einer Oberstufenreform sowie nach dem Festhalten am Prinzip der
forschungsgeleiteten Lehre: "Wir brauchen keine Klassenzimmer-Unis.
Unsere Universitäten müssen Orte bleiben, an denen man frei forschen,
lehren und lernen kann."
Ein wesentlicher Punkt sei auch eine rasche Evaluierung des
Bologna-Prozesses. "Es darf nicht sein, dass dieses System jetzt für
alle Studienrichtungen zwangsverordnet wird. Es gibt genug Anzeichen,
dass die Umstellung auf das Bologna-System auch zahlreiche
finanzielle Schwierigkeiten der Universitäten mit verursacht hat", so
Graf. Davon unabhängig sei aber ein erneutes und auch zeitlich
determiniertes Bekenntnis zum 2%-Ziel nötig: "Bis 2015 sollen 2
Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die tertiäre Bildung
aufgewendet werden, um den Bildungsstandort Österreich qualitativ
abzusichern. Das bedeutet bis 2015 eine Universitäts-Milliarde."
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