- 24.11.2009, 10:54:10
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Kickl: Facharbeiterbedarf muss im eigenen Land gedeckt werden
Industrie muss Ausbildungstätigkeit verstärken - kein Import von Billigarbeitskräften
Wien (OTS) - "Es muss eine nationale Kraftanstrengung erfolgen, um
den Bedarf an Facharbeitskräften für unsere Unternehmen durch
Ausbildung im eigenen Land abdecken zu können. Wenn die Industrie
diese Facharbeiter benötigt, muss sie auch einen größeren Beitrag zur
Aus- und Weiterbildung als bisher leisten. Warum sollten wir einen
für die Industrie betriebswirtschaftlich vielleicht angenehmeren Weg
einschlagen, wo wir uns zum volkswirtschaftlichen Nachteil vom Import
von ausländischen Billigarbeitskräften abhängig machen, wenn es auch
anders geht?", erklärte heute FPÖ-Generalsekretär und
Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl in einer Reaktion auf die
aktuellen Forderungen der Industriellenvereinigung nach mehr
Facharbeitern, die unter anderem durch eine "andere
Einwanderungspolitik" ins Land kommen sollten.
SPÖ und ÖVP hätten in der Vergangenheit - und leider ist in diesem
Punkt auch in der derzeitigen Wirtschaftskrise keine Besserung
eingetreten - die Lehrlingsausbildung geradezu stiefkindlich
behandelt. Tatsache sei, dass die Zahl der betrieblichen Lehrstellen
ständig zurückgehe und dieses Defizit nicht durch überbetriebliche
Ausbildungsplätze kompensiert werden könne. Statt den erfolgreichen
Kurs des Lehrlingsbeauftragten Egon Blum fortzusetzen, hätte die
Regierung ihm den Stuhl vor die Tür gesetzt. Verschärft werde die
Lehrlingsproblematik, die sich in weiterer Folge zur
Facharbeiterproblematik ausweite, dadurch, dass der
Pflichtschulbereich in weiten Teilen aufgrund einer verfehlten
Zuwanderungspolitik zunehmend die Aufgabe der Vermittlung der
elementaren Kulturtechniken nicht mehr bewältigen könne und zu einer
Integrationsbaustelle verkomme. Überdies müsse sich die Regierung die
Frage gefallen lassen, warum bei den AMS-Kursen nicht ein
entsprechendes Schwergewicht auf den Erwerb von
Facharbeitsqualifikationen gelegt werde. Hier hätte gerade die
Industrie in Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice großen
Handlungsbedarf.
"Die FPÖ steht für keinen Kurs zur Verfügung, wo man unter dem
Deckmantel des Facharbeiterimports weiter eine unheilvolle
Zuwanderungspolitik forciert, die durch das Faktum der billigeren
Arbeitskräfte einen weiteren Sozialabbau für Österreicher bedeutet.
Das Pflegebeispiel hat gezeigt, wie SPÖ und ÖVP es machen: Es werden
Pflegekräfte importiert und legalisiert, die versprochene
Ausbildungsoffensive für Österreicherinnen und Österreicher gibt es
bis heute nur in den Erklärungen der rot-schwarzen Regierung. Das ist
kein Zukunftsweg", so Kickl abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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