• 21.11.2009, 12:19:03
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ÖGB-Foglar: Wo bleibt Leistung, wenn ich erbe?

Höhere Mindestlöhne und echte Steuerreform gefordert

Wien (OTS/ÖGB) - "Wo bleibt die Leistung, wenn ich erbe?", fragte
ÖGB-Präsident Erich Foglar gestern bei der 21. Landeskonferenz des
ÖGB Oberösterreich. Es gebe in Österreich 230.000 Menschen, die trotz
Arbeit von Armut bedroht sind, weil ihr Einkommen nicht zur Deckung
der notwendigen Lebenshaltungskosten reicht. "Wenn sich Arbeit lohnen
soll, brauchen wir höhere Mindestlöhne und eine echte Steuerreform,
die Vermögen be- und Arbeit entlastet", fordert Foglar.

Weiters müsse alles daran gesetzt werden, dass Wirtschaftswachstum
stärker anzukurbeln, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Er bekannte
sich daher klar zu den Lohn- und Gehaltsforderungen für die
ArbeitnehmerInnen, auch im öffentlichen Dienst. "Nulllohnrunden kann
es nicht geben, auch nicht in schwierigen Zeiten. Dann würden alle
verlieren, weil die Kaufkraft einbricht", betonte der ÖGB-Präsident.

Er bekräftigte auch die Forderung nach öffentlichen Investitionen in
Bildung und in das Sozial- und Gesundheitssystem. "Die
Wirtschaftskrise darf nicht mangels Bildungsangeboten in den nächsten
Jahren zu einer Arbeitsmarktkrise in der Zukunft ausufern", warnt
Foglar vor den weiteren drohenden Folgen. "Denn ohne ausreichender
und guter Ausbildung werden die Jugendlichen von heute die
Arbeitslosen der Zukunft sein", sagt Foglar. Ein zu schneller Rückzug
des Staates und ein voreilig selbst auferlegter Sparkurs wären die
falschen Impulse für die kommenden Jahre.

ÖGB, 21. November 2009

Rückfragehinweis:
ÖGB Öffentlichkeitsarbeit
Nani Kauer
0664/614 59 15
http://www.oegb.at

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