• 19.11.2009, 13:15:24
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"Für sicherere Arbeitsplätze, gegen prekäre Arbeit"

Europäischer Metallgewerkschaftsbund beschließt Forderungspaket

Wien (OTS) - (EMB/GMTN/ÖGB) - Auf der sechsten Tarifpolitischen
Konferenz des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes (EMB), am 17.
und 18. November in Madrid, wurde der vereinte europäische Kampf "Für
sichere Arbeitsplätze, gegen prekäre Arbeit" beschlossen. Rund 220
TeilnehmerInnen debattierten über die Auswirkungen der gegenwärtigen
Krise auf die Lohnverhandlungen und deren Ergebnisse in ganz
Europa.++++

"ZeitarbeitnehmerInnen und befristet Beschäftigte zählen zu den
ersten Opfern in Krisenzeiten", erklärt Manfred Anderle, leitender
Sekretär der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und
Vorsitzender des Tarifpolitischen Ausschusses des EMB. Auch fehle in
vielen Ländern jeder kollektivvertragliche Schutz für diese
Beschäftigten. "Österreich ist mit einem Kollektivvertrag für
ZeitarbeitnehmerInnen Vorreiter in ganz Europa. Auch weitere
EU-Länder müssen diesem Beispiel folgen", betont Anderle.

Bereits jetzt ist für 75 Prozent der jungen Menschen in Europa der
Einstieg ins Berufsleben nur mehr über prekäre Beschäftigung wie etwa
Praktika oder befristete Arbeitsverhältnisse möglich. Anderle
befürchtet, dass "ArbeitgeberInnen die ersten Anzeichen eines
Aufschwungs nutzen werden, um permanente Arbeitsplätze durch prekäre
zu ersetzen." Der EMB sendete das klare Signal an die Metallindustrie
und die Regierungen, nicht länger zu tolerieren, dass sich diese
Beschäftigten mit schlechten Arbeitsbedingungen abfinden müssen. Es
ist daher ein wichtiges Ziel des EMB, die prekär Beschäftigten in die
Gewerkschaften zu integrieren und ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen
schrittweise anzugleichen.

Die Eckpunkte des Forderungspakets:

- Sicherung von Beschäftigung, Verhinderung von Werkschließungen und
Entlassungen;
- eine aktive Lohnpolitik, mit dem Ziel einer kräftigen Steigerung
der Reallöhne, denn nur mit einem sicheren Einkommen kann die
Binnennachfrage innerhalb der EU stabilisiert werden;
- enge europäische Koordinierung der Lohnverhandlungen;
- enge europäische Koordinierung auf Unternehmensebene;
- Stabilisierung der untersten Einkommen;
- Verteidigung und Erweiterung des Geltungsbereiches von
Kollektivvertragslöhnen

Die gemeinsamen Forderungen werden in den nächsten vier Jahren in den
Kollektivvertragsverhandlungen aller 75 Mitgliedsgewerkschaften
aufgegriffen.

ÖGB, 19. November 2009 Nr. 701

Rückfragehinweis:
GMTN Presse
Tel. (01) 501 46 - 418
E-Mail: [email protected]
Web: www.gmtn.at

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