• 28.10.2009, 11:36:14
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  • OTS0128 OTW0128

ÖGJ fordert zusätzliche Mittel für Bildungssystem

Keine elitären Universitäten für Super-Reiche

Wien (OTS/ÖGB) - (ÖGJ/ÖGB). "Die landesweiten Proteste der
Studierenden spiegeln nicht die Unzufriedenheit Einzelner, sondern
die gesamte Misere des österreichischen Bildungssystems wieder. Freie
Bildung ohne soziale Schranken muss im 21. Jahrhundert umsetzbar
sein. Die heutigen Demonstrationen sind daher erst der Anfang einer
notwendigen Debatte", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der
Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Die ÖGJ nimmt an der
heutigen Demonstration in Wien teil. ++++

Flächendeckende Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren führen zu
elitären Universitäten für Super-Reiche. Bildung als soziales
Grundrecht für alle muss Grundbildung, berufliche Erstausbildung,
weiterführende Bildung/Studium und lebensbegleitende Weiterbildung
gleichermaßen umfassen. Michlmayr: "Eine ausreichende und gute
Bildung ist das Kapital aller jungen ArbeitnehmerInnen. Was jetzt in
die Bildung investiert wird, sind nicht die Schulden unserer Kinder
und Kindeskinder, sondern sinnvolle und unumgängliche Investitionen,
gerade auch für deren Zukunft."

ÖGJ fordert zusätzliche Mittel für ein modernes, gerechtes
Bildungssystem

Das österreichische Bildungssystem ist hoch differenziert. Schon nach
der Volksschule teilen sich die Bildungswege. Diese Tendenz wird mit
zunehmendem Alter immer stärker. "Notwendig sind daher klar
formulierte Ausbildungsziele, die Transparenz für die Jugendlichen
und auch für die ArbeitgeberInnen schaffen", so Michlmayr. Dafür
müssen einzelne Teilqualifikationen verschiedener Ausbildungswege
wechselseitig anerkannt werden, zum Beispiel schulisch erworbene
Kompetenzen in einer Lehre und umgekehrt. "Für eine modernes und
sozial gerechtes Bildungssystems muss die Bundesregierung jetzt
zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen", fordert
Michlmayr abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit,
Katja Dämmrich
Tel.: (++43-1) 534 44/239 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

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