- 28.10.2009, 11:07:18
- /
- OTS0107 OTW0107
40 Tage bis Kopenhagen - wir müssen die Klimaerwärmung stoppen!
SP-Bayr warnt vor verhaltener Klimapolitik am EU Gipfel
Wien (OTS/SK) - "Da sich die EU-Umwelt- und Finanzminister letzte
Woche in Luxemburg nicht auf ein gemeinsames Finanzierungskonzept zur
UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember festlegen konnten - oder
wollten", so Petra Bayr, "bleibt diese Entscheidung nun den
Regierungschefs beim EU-Gipfel überlassen. Es muss nun Schluss sein
mit taktischen Verschleierungsmanövern - schließlich geht es um die
so dringend notwendige Eindämmung der Klimaerwärmung!"
"Die Verhandlungsstrategie, so lange wie möglich keine
Ausgangspunkte für konkrete Finanzierungszusagen von Programmen
gegenüber den Entwicklungsländern verlauten zu lassen, wird es nicht
einfacher machen, sich global zu einigen", so Bayr. Eine Einigung auf
ein möglichst weltumspannendes Klimaregime für die Zeit ab 2013,
bereits heuer in Kopenhagen, ist aber nötig, um zeitgerecht die
Weichen stellen zu können. Auch bei der Klimapolitik gilt das Motto:
Zeit ist Geld", so die SPÖ-Sprecherin für Umwelt und globale
Entwicklung, "wir sparen uns nichts, wenn wir möglichst lange nichts
tun, im Gegenteil: es ist längst und mehrfach wissenschaftlich
belegt, dass jedes untätige Jahr in Sachen effektiver
Treibhausgasreduktion die Folgekosten um ein Vielfaches steigert!"
Die SPÖ-Abgeordnete fordert deshalb erneut von der EU, den
Entwicklungsländern entgegenzukommen und ihnen eine Teilnahme an
einem Post-Kyoto-Klimaabkommen, wie es in Kopenhagen zustande kommen
soll, zu ermöglichen. "Wir können den Entwicklungsländern nicht
vorschlagen, sich wirtschaftlich einfach nicht zu entwickeln, damit
die Treibhausgasemissionen der Industrieländer der letzten Jahrzehnte
wieder gut gemacht werden - wir müssen selbst mit gutem Beispiel
vorangehen und konstruktive Lösungen im eigenen Land realisieren!"
Dazu fordert Bayr, die Entwicklungsländer bei der Finanzierung der zu
erwartenden hohen Kosten zur Bewältigung der Folgen der
Klimaerwärmung - ExpertInnen schätzen diese Kosten auf etwa 100
Milliarden Dollar jährlich ein - zu unterstützen. "Ein einfaches und
transparentes Prinzip wäre Schuldenerlass gegen Investition in
Kompensationsmaßnahmen", wie Bayr abschließend vorschlägt. (Schluss)
mw/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






