OTS0031 / 11.10.2009 / 13:42 / Channel: Politik / Aussender: SPÖ-Parlamentsklub
Stichworte: Hahn / Kuntzl / SPÖ / Studiengebühren


Kuntzl: Studiengebühren für Hahn Allheilmittel?

Utl.: Studiengebühren-Ausrede des Ministers zeugt nicht von kreativer und visionärer Hochschulpolitik =


   Wien (SK) - "Auf jede Herausforderung im Universitätsbereich kommt
von Minister Hahn bloß reflexartig die Studiengebühren-Ausrede",
kommentiert SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl den heutigen
Auftritt von Wissenschaftsminister Hahn in der Pressestunde gegenüber
dem SPÖ-Pressedienst. Ganz gleich ob es sich um die Position der
Universität Wien in internationalen Rankings handle oder um den
derzeitigen Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses - Hahn falle
dazu nichts anderes ein als die Schaffung finanzieller Hürden für
Studierende. "Das zeugt nicht gerade von einer kreativen, visionären
Wissenschafts- und Hochschulpolitik, sondern eher von Ratlosigkeit",
bedauerte Kuntzl. Die SPÖ stehe nach wie vor "mit voller Überzeugung"
zum offenen Hochschulzugang. ****
   Anstatt finanzielle Schranken für Studierende nachzuhängen, solle
Hahn lieber aktiv Maßnahmen setzen, um den in einem gemeinsamen
Entschließungsantrag als Ziel formulierten Budgetwert von zwei
Prozent des BIPs durch öffentliche und private Investitionen für den
tertiären Bildungssektor sicherzustellen, forderte Kuntzl. Weiters
verwies sie darauf, dass man sich im Regierungsprogramm darauf
geeinigt habe, die Studienbedingungen zu verbessern und die
AkademikerInnenquote zu erhöhen. "Es ist hoch an der Zeit, die
Erarbeitung des Österreichischen Hochschulplans in Angriff zu nehmen,
um ernsthafte strategische Leitlinien zur Gestaltung des
österreichischen Hochschulraums zu entwickeln", so die
SPÖ-Wissenschaftssprecherin. Erfreut zeigte sich Kuntzl hingegen
abschließend über die Aussagen Hahns zum neuen Dienstrecht für
LehrerInnen und zur Ganztagsschule. (Schluss) bg
Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275, 
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