- 04.10.2009, 13:16:21
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Kaske fordert politisch Verantwortlichen für Integration in der Regierung
Innenministerium nicht geeignet, Koordinator der Integrationspolitik nötig
Wien (OTS/vida/ÖGB) - vida-Vorsitzender und
ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske begrüßt die Diskussion um eine
Bündelung der Aktivitäten und etwaige Kompetenzverschiebung innerhalb
der Bundesregierung, den Bereich Integration betreffend. "Es braucht
einen Koordinator der Integrationspolitik in der Regierung. Wichtig
ist, dass nachhaltige Maßnahmen gesetzt werden, um das Miteinander zu
fördern. Das Innenministerium scheint mir dafür nicht geeignet, weil
hier Integration allzu oft auf Kriminalitätsbekämpfung reduziert
wird", sagt Kaske.++++
Während Schwarz-Blau/Orange mit Worten gegen die Zuwanderung mobil
gemacht habe, seien von 2000 bis 2006 die Quoten für Saisoniers und
PraktikantInnen aus Nicht-EU-Staaten laufend erhöht worden. "Die
Wirtschaft hat Arbeitskräfte gerufen und Menschen sind gekommen", so
Kaske. Integrationswillige MigrantInnen, aber auch die
ÖsterreicherInnen seien mit ihren Problemen allein gelassen worden.
"Insbesondere die FPÖ setzt ja auch heute noch lieber auf Angstmache
und das Schüren niedriger Instinkte statt konstruktiv an der Lösung
der Probleme zu arbeiten", so der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher.
Kaske erinnert daran, dass manche Wirtschaftszweige ohne ausländische
Arbeitskräfte nicht mehr funktionieren würden. "Das gilt insbesondere
für den Dienstleistungsbereich oder auch die Pflege und Betreuung
älterer Menschen."
Natürlich brauche es klare und nachvollziehbare Spielregeln - dazu
zähle auch das Erlernen der deutschen Sprache. "Andererseits müssen
wir den Menschen, die hier sind und sich integrieren und ihren
Kindern aber auch eine Zukunftsperspektive geben", so Kaske. Dazu
gehöre der gleiche Zugang zu Aus- und Weiterbildung und die gezielte
Unterstützung bei der Anerkennung von Ausbildungen, die im Ausland
erworben wurden.
Dass sich die rechtspopulistischen Parteien gegen eine Verstärkung
der Integrationsmaßnahmen aussprächen, sei nicht verwunderlich, denn
damit "wird ihnen der Stoff, aus dem die Träume von weiteren
Wahlsiegen sind, entzogen", so Kaske.
"Integration ist eine Querschnittsmaterie, die in alle Lebensbereiche
hineinspielt. Dennoch braucht es eine Stelle, die für die laufende
Koordinierung und Konzeptionierung der Integrationsmaßnahmen
zuständig ist", so Kaske abschließend.
ÖGB, 4. Oktober 2009 Nr. 585
Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
[email protected]
Tel. 0664/614 57 32
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