• 30.09.2009, 14:56:17
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Kickl: Faymann soll Erich Haiders Beispiel folgen

Wien (OTS) - "Nach einer mehrtägigen Schrecksekunde hat Erich
Haider offenbar halbwegs begriffen, welches Debakel er mit zu
verantworten hat", meinte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert
Kickl zur Rücktrittsankündigung des oberösterreichischen SPÖ-Chefs.
Allerdings könne dies nicht die einzige Konsequenz sein.
SPÖ-Vorsitzender Faymann solle um der Wahrheit Willen dem Beispiel
Haiders folgen und ebenfalls seinen Hut nehmen.

Allerdings sei dies nicht zu erwarten und bezeichnend für die
politische Unkultur der SPÖ-Führungsriege. Man mauere und weigere
sich, persönliche Konsequenzen aus dem Desaster zu ziehen. "Wann,
wenn nicht nach solchen Schlappen, ist denn Zeit für neue Köpfe?",
fragte Kickl. Aber die vielzitierte politische Verantwortung sei in
der SPÖ zu einer hohlen Phrase verkommen. "Die Strategie der
Krisenbewältigung der maßgeblich verantwortlichen Bundesspitze lautet
Sesselkleben."

Neben politischem Besitzstandsdenken sei es aber auch ein Problem der
SPÖ, dass es diese neuen Köpfe offenbar nicht gebe. Aber auch dafür
müsse schließlich jemand verantwortlich sein. Jahrzehntelang sei es
dieser Partei nur um Postenschacher und Proporz gegangen, so Kickl
weiter. Dadurch seien engstirnige Parteiapparatschiks wie Werner
Faymann oder eine hilflose und überforderte "Zukunftshoffnung" wie
Laura Rudas nach oben gespült worden.

Rückfragehinweis:
FPÖ

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