- 12.09.2009, 12:40:48
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Treffen der deutschsprachigen Bahn- und Verkehrsgewerkschaften in Basel
vida-Haberzettl: Bahnsicherheit gemeinsam fördern, um Risiken der Bahnliberalisierung zu begrenzen
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Wien (vida/ÖGB) - Die Gewerkschaften Transnet und GDBA aus
Deutschland, vida aus Österreich, Landesverband FNCTTFEL aus
Luxemburg und SEV aus der Schweiz haben beim Spitzentreffen der
deutschsprachigen Bahn- und Verkehrsgewerkschaften von 9. bis 10.
September 2009 in Basel vereinbart, dass sie gemeinsam Anstrengungen
zur Förderung der Bahnsicherheit unternehmen werden. "Wir wollen die
Sicherheit im Schienenverkehr hoch halten, um so auch die Risiken
durch die Bahnliberalisierung so weit wie möglich begrenzen zu
können", erklärte der stellvertretende vida-Vorsitzende, Wilhelm
Haberzettl, im Anschluss an das Treffen in der Schweiz. ****
Die Bahn sei zwar unbestritten das sicherste Verkehrsmittel, die
Liberalisierung habe jedoch dazu geführt, dass es in Europa sowohl
beim Material als auch bei der Ausbildung des Personals
Qualitätsprobleme gebe, die Risiken mit sich bringen würden, so
Haberzettl weiter. "Das schwere Güterzugsunglück im italienischen
Viareggio, aber auch die Probleme der deutschen Bahn mit den
ICE-Zügen und bei der S-Bahn in Berlin zeigen, dass sich die Bahnen
verstärkt darum bemühen müssen, das Sicherheitsniveau zu halten und
zu verbessern", unterstrich der Gewerkschafter. Konkret sollen die
Erfahrungen dazu aus den einzelnen Ländern ausgetauscht werden, um
hohe Sicherheitsstandards durchzusetzen.
Darüber hinaus haben die fünf Gewerkschaften eine gemeinsam Erklärung
gegen die Zulassung von so genannten Gigalinern (LKW von über 25
Metern Länge und bis zu 60 Tonnen Gewicht) auf Europas Straßen
verabschiedet. Gigaliner seien eine Bedrohung für die Umwelt und
würden dazu führen, dass Verkehr von der umweltfreundlichen Schiene
auf die Straße verlagert wird. Tausende von Arbeitsplätzen bei den
Güterbahnen stünden auf dem Spiel. Gigaliner seien zudem eine Gefahr
für die Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen. Unfälle mit
schweren Fahrzeugen würden verheerende Folgen verursachen, heißt es
dazu in der Resolution.
Beim so genannten Vierländertreffen haben folgende
Spitzenrepräsentanten der Gewerkschaften teilgenommen: Alexander
Kirchner, Vorsitzender der Transnet (Deutschland), Peter Tröge,
stellvertretender Bundesvorsitzender der GDBA (Deutschland), Guy
Greivelding, Präsident des Landesverbands FNCTTFEL (Luxemburg) und
Präsident der Sektion Eisenbahn in der ETF (Europäische
Transportarbeiterföderation) sowie Giorgio Tuti, Präsident des
Schweizer SEV. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Hansjörg Miethling
Tel.: (01) 546 41/111
Mobil: 0664/61 45 733
Internet: www.vida.at
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