• 13.08.2009, 12:59:47
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  • OTS0139 OTW0139

Kaske zu Überstunden: Begrüßen Vorstoß zur fairen Verteilung der Arbeit

Im Niedriglohnbereich höhere Grundlöhne wichtige Voraussetzung

Wien (vida/ÖGB) - "Wir begrüßen, dass in der Debatte zum Thema
Überstunden und Arbeitszeitverkürzung Bewegung kommt", sagt
vida-Vorsitzender und ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske zur
heutigen Pressekonferenz von Sozialminister Rudolf Hundstorfer zum
Thema "neue Arbeitszeitregeln - weniger Überstunden." Eine faire
Verteilung der Arbeit sei dem ÖGB aus beschäftigungs- und
gesundheitspolitischer Sicht ein wichtiges Anliegen. "In der Praxis
ist die Reduktion der Überstunden aber nicht in allen Branchen ohne
weiteres machbar. Vor allem in den Niedriglohnbranchen braucht es
erst höhere Grundlöhne, damit die ArbeitnehmerInnen nicht aus
finanziellen Gründen von den Überstunden abhängig sind", sagt
Kaske.++++

Der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher begrüßt den Vorstoß des Sozialministers
zur Einschränkung der All-in-Verträge und zum Einbezug der freien
DienstnehmerInnen in das Arbeitszeitgesetz. "Wir haben wiederholt
gefordert, dass freie DienstnehmerInnen in das Arbeitszeitgesetz
einbezogen werden so wie sie überhaupt in die Schutzbestimmungen des
Arbeitsrechts einbezogen werden müssen." Ebenso werden von der
Gewerkschaft höhere Strafen bei Manipulation der
Zeiterfassungssysteme für notwendig erachtet.

Auch das Anliegen des Sozialministers, die zulässigen Überstunden zu
reduzieren, gehe in die richtige Richtung. "Zwischen den einzelnen
Branchen gibt es hier sehr große Unterschiede, sowohl was die
Häufigkeit von Überstunden als auch das Lohnniveau betrifft. Im
Niedriglohnbereich kommen derzeit viele ohne das Leisten von
Überstunden nicht über die Runden." Eine deutliche Anhebung des
Grundentgelts sei hier Voraussetzung, um die Arbeitszeitverkürzung
lebbar zu machen. "Wir begrüßen, dass die Debatte über die
Umverteilung der Arbeit durch die heute präsentierte Umfrage des
Sozialministeriums neue Impulse erhält. Das Thema wird bei den
Kollektivvertragsverhandlungen von den Gewerkschaften sicher
aufgegriffen werden."

ÖGB, 13. August 2009 Nr. 488

Rückfragehinweis:
vida Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 01/54641-117
[email protected]
www.vida.at

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