- 06.07.2009, 11:40:54
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Kinderbetreuungsgeld: Politik muss Familienrealität endlich anerkennen
Längerer Kinderbetreuungsgeldbezug für AlleinerzieherInnen bei allen Varianten
Wien (ÖGB) - "Es muss endlich von allen politischen Seiten
anerkannt werden, dass das klassische Familienbild mit
Mutter-Vater-Kind in vielen Fällen nicht mehr mit der Realität
übereinstimmt. 40 Prozent aller Elternteile sind Alleinerziehende.
Sie haben es schwer genug und dürfen nicht auch noch beim Kindergeld
benachteiligt werden", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht.
Daher müsse das Kinderbetreuungsgeld an Alleinerziehende länger
ausbezahlt werden. "Natürlich übernehmen im Optimalfall beide Eltern
einen Teil der Karenzzeit. Wenn aber nur einer da ist, darf der Staat
die Alleinerziehenden, meist die Mütter, nicht mit Geldkürzungen
bestrafen", so Ruprecht.++++
Ruprecht ist aber nicht nur gegen eine Benachteiligung von
AlleinerzieherInnen beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld.
"Für alleinerziehende Mütter und Väter braucht es eine generelle
Regelung bei allen Varianten des Kinderbetreuungsgeldes", fordert die
Bundesfrauenvorsitzende. Eine Möglichkeit wäre, das
Kinderbetreuungsgeld für AlleinerzieherInnen für zumindest zwei
Monate zu verlängern.
"Das Argument, es gäbe nicht genug Geld, gilt nicht. Diejenigen,
die bereits weniger Geld haben, dürfen nicht weiter bestraft werden",
schließt Ruprecht.(fk)
ÖGB, 6. Juli 2009 Nr. 437
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Florian Kräftner
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