Linz (SK) - Im Mittelpunkt der Rede von Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann bei der a.o. Bundesfrauenkonferenz in Linz standen die Situation der Sozialdemokratie in Europa und in Österreich, eine klare Absage an den Kasinokapitalismus und die Bundespräsidentenwahl. "Wir müssen die Welt, für die wir stehen und unsere Ziele besser vermitteln." Auch regte Faymann an: "Wir brauchen für alle Maßnahmen, die wir setzen eine Sozialverträglichkeitsprüfung, eine Prüfung, ob die jeweilige Maßnahme auch gerecht ist, ob sie für alle zuträglich ist." Faymann hob weiters hervor, dass die Sozialdemokratie geschlossen hinter Heinz Fischer stehe, sollte dieser wieder kandidieren wollen. ****
Die Sozialdemokratie wolle eine sozial gerechte Welt, mit gerechten Chancen bei der Verteilung des gemeinsam Erwirtschafteten, mit besten Bildungschancen leistbarer Gesundheit und sicheren Pensionen. "Gebe es eine Hitliste der Ziele, die Sozialdemokartei stünde europaweit an erster Stelle. Aber bei den Wahlen sind wir nicht an erster Stelle." Daher gelte es, das Vertrauen der Bevölkerung zurück zu gewinnen, sagte Faymann, der aber auch betonte, er werde auch weiterhin nichts versprechen, von dem er nicht genau weiß, dass er es halten könne.
Aber man werde die sozialen Standards nicht halten oder gar ausbauen können, wenn die Sozialdemokratie nicht in Europa stärker werde. Die Sozialdemokratie müsse sich in Europa daher neu aufstellen, damit es nicht zu Lohndumping komme und daher die soziale Sicherheit "in die falsche Richtung, in die falsche Spirale führt".
Vor dem Hintergrund der größten Wirtschaftkrise seit den 30-er Jahren betonte Faymann, dass die Sozialdemokratie die ganz klare Vorstellung habe, dass am Ende der Krise eine Gesellschaft stehe, die aus dem Geschehenen gelernt habe. "Spekulationen von einigen Wenigen, die wie im Kasino verdienen, aber geht es schief, sollen die ArbeitnehmerInnen das bezahlen", dem müsse ein Riegel vorgeschoben werden, ebenso Spekulationen auf Wasser und Energie. Auch erteilte er Pensionen, die Aktienschwankungen ausgesetzt sind, eine Absage. Die Pensionen müssten auch weiterhin staatlich gesichert sein - mit Inflationsabgeltung.
Faymann betonte auch, dass bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik wichtige Schritte gesetzt wurden. "Und wir haben mit Rudi Hundstorfer einen Sozialminister, der weiß, dass Arbeit und Soziales zusammengehören - und es ist gut, dass Arbeit und Soziales wieder zusammengehört!"
Zwtl.: Auch in Zukunft soll der Bundespräsident der Republik Österreich Heinz Fischer heißen
Die Ankündigungen, ob Erwin Pröll kandidiert oder nicht sind dessen Sache. Aber eines sei unmissverständlich zu sagen: "Wir stehen geschlossen hinter unserem Heinz Fischer!" Wenn sich Heinz Fischer entscheidet zu kandidieren, "werden wir unseren ganzen Einsatz aufbieten, dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft der Bundespräsident der Republik Österreich Heinz Fischer heißt".
Abschließend drückte Faymann der scheidenden SPÖ-Bundesfrauenvorsitzenden, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, seinen Dank aus und wünschte der künftigen SPÖ-Bundesfrauenvorsitzenden, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, alles Gute.(Schluss) up
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OTS0027 2009-06-21/12:26
211226 Jun 09
SPK0002 0472
09.02.2010 / 14:52:08 / SPÖ Pressedienst
09.02.2010 / 14:49:36 / Bundespressedienst
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09.02.2010 / 14:21:05 / Bundespressedienst