Wien (OTS) - Es ist zu bedauern, dass Herr Kern, den ich persönlich sehr schätze, sich für derartige Halbwahrheiten hergibt. So habe er noch nie erlebt, "dass man die Gutachter menschlich und wissenschaftlich diskreditiert". Herr Professor Kern, die MUW hat damit nicht begonnen! Denn auch mir ist es in meiner fast dreißigjährigen wissenschaftlichen Tätigkeit (wo ich daran gewohnt und geschult wurde, begutachtet zu werden) noch nie passiert, dass (i) Gutachter Begutachtete dermaßen diskreditieren und falsche Behauptungen en masse aufstellen, wie es im Bericht (ganz zu schweigen im Erstbericht) des Wissenschaftsrats der Fall ist, (ii) dass man den Begutachteten dann keine rechtzeitige Möglichkeit einer Stellungnahme einräumt, und (iii) wenn es die Stellungnahme schließlich gibt, man glaubt, sie unter Verschluss halten zu müssen.
Zur Aussage Herr Kerns, die Med-Uni habe selbst Mängel zugegeben: (i) er wird uns doch nicht die Vermessenheit zutrauen, wir schätzten uns als fehlerlos ein, und (ii) es ist höchst untergriffig, aus einer dem Wissenschaftsrat übergebenen Selbstanalyse zu unseren Stärken und Schwächen (wie sie alle Unternehmen zur eigenen Standortbestimmung laufend vornehmen und die sie in der Regel gar nicht aus der Hand geben!), uns dort angegebene Schwächen als Mangelzustand vorzuwerfen.
Schließlich tätigte Herr Kern den Vorwurf, wir hätten eine Stellungnahme erst Anfang Mai eingesandt. Richtig ist, dass wir die Stellungnahme zum Bericht am 29. Jänner d.J.(!) eingesandt haben. Im Gegensatz zu den beiden anderen Medizinischen Universitäten wurde diese Stellungnahme allerdings nicht abgedruckt. Auf der Homepage des Wissenschaftsrats scheint vielmehr eine Selbstdarstellung der Medizinischen Universität Wien auf, die dort völlig irreführend als Stellungnahme bezeichnet wird und die der Wissenschaftsrat aus Gründen, die uns erst seit Veröffentlichung dieses Berichts klar sind, im April d.J. von uns verlangt hat - nämlich zu glauben, unsere eigentliche Stellungnahme dann nicht mit veröffentlichen zu müssen.
Emotionalen Reaktionen der MedUniWien hätte der Wissenschaftsrat" sofort ad acta gelegt": Emotionen sind ein Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens, und wie soll sich die Medizinische Universität Wien anders wehren, wenn der Wissenschaftsrat ohne Rücksprache falsche Behauptungen aufstellt und auf diesen beharrt?
Wolfgang Schütz Rektor der Medizinischen Universität Wien
Rückfragehinweis: Mag.a Nina Hoppe Leiterin Öffentlichkeitsarbeit MedUni Wien mobil: +43 664 800 16 11501
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0037 2009-06-20/15:12
201512 Jun 09
MEU0001 0384
04.02.2010 / 14:05:49 / Austro Control GmbH
04.02.2010 / 13:27:38 / Freiheitlicher Landtagsklub
04.02.2010 / 10:58:07 / SPÖ Kärnten
02.02.2010 / 19:38:03 / Noront Resources Ltd.