• 16.06.2009, 14:54:00
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Freiheitliche Arbeitnehmer: ÖGB-Leitantrag "stark. sozial. gerecht" ist in Wahrheit "widersprüchlich. asozial. ungerecht."

Pühringer und Knoll: Leitantrag zum ÖGB-Bundeskongress ist schriftliches Ansuchen um Lohndumping!

Wien (OTS) - Heftige Kritik übten heute die Freiheitlichen
Arbeitnehmer (FA) am ÖGB-Leitantrag zum Bundeskongress Anfang Juli.
"Das ist nicht 'stark. sozial. gerecht', sondern in Wahrheit
'widersprüchlich. asozial. ungerecht'. Das ist ein schriftliches
Ansuchen um Lohndumping!", kritisierten heute der Landesobmann der
Freiheitlichen Arbeitnehmer, AK-Rat Manfred Pühringer und AK-Rat
Gerhard Knoll, die beide freiheitliche VOEST-Betriebsräte sind.
"Offensichtlich hat ÖGB-Präsident Erich Foglar mit seinen Genossen
hier einen Leitantrag des Antrags Willens zusammengewurschtelt. Würde
man nicht wissen, von wem dieser Inhalt stammt, so könnte man leicht
zu dem Schluss kommen, dass es sich um einen Antrag der
Wirtschaftskammer oder der ÖVP handelt", so Pühringer.

AK-Rat Gerhard Knoll kritisierte "die Widersprüche dieses
Leitantrages: Einerseits werden Maßnahmen gegen die explodierende
Jugendarbeitslosigkeit gefordert, anderseits treten sie für eine
Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für Asylwerber ein." Für den
FP-VOEST-Betriebsrat unterstreicht der ÖGB damit, dass er sich nicht
mit verantwortungsvollen und konsequenten Maßnahmen für die jüngeren
Arbeitnehmer einsetzen will. "Gerade die Jugend ist von der aktuellen
Wirtschaftskrise massiv betroffen und der ÖGB glänzt damit, dass er
nach wie vor wie ein linker, arbeitsweltfremder SPÖ-Parteiapparat
agiert", so Knoll.

Für FA-Landesobmann Pühringer "ist dieser Zick-Zack-Kurs nicht
nachvollziehbar, der sich wie ein roter Faden durch das Papier zieht:
Einerseits wird eine Verkürzung der Arbeitszeit gefordert,
andererseits tritt der ÖGB in diesem Papier erneut für die ungerechte
Mindestsicherung ein. Die Einführung dieser Mindestsicherung würde
das Ende der Teilzeitarbeit bedeuten. Wer würde dann noch Zeit,
Fahrtkosten und Energie aufwenden, wenn man in der sozialen
Hängematte auch entsprechend entlohnt wird?" Zudem warnte Pühringer
davor, dass eine Umsetzung der Mindestsicherung die bereits jetzt
unerträgliche Rekordzuwanderung nach Österreich erneut ankurbeln
würde. "Wie die Motten das Licht würde diese Maßnahme Faulenzer aus
der ganzen Welt anziehen", zeigte sich Pühringer überzeugt.

Als Fazit stellten Pühringer und Knoll fest, "dass dieser Leitantrag
des ÖGB eine massive Gefahr für die österreichischen Arbeitnehmer
darstellt. Sie ist eine deutliche Kampfansage gegen die fleißigen
heimischen Arbeitnehmer. Der ÖGB, dem nach wie vor die Mitglieder
abhanden kommen, bettelt geradezu darum, dass die Unternehmen mit der
Arbeitsmarktzulassung für Asylwerber das Lohndumping eröffnen sollen.
Diejenigen, die möglicherweise noch gar nichts geleistet haben,
sollen plötzlich auch Geld fürs Nichtstun bekommen."

"Dieser an dubiosem Inhalt kaum mehr zu überbietende Antrag ist
höchstens ein Leitfaden dafür, wie man am besten weitere Mitglieder
zum ÖGB-Austritt motiviert bzw. Arbeitnehmer vom ÖGB abschreckt. Im
Jahr 2008 ist das den ÖGB-Verantwortlichen eh bereits gelungen: Fast
10.000 Mitglieder weniger als noch im Jahr 2007", schlossen Pühringer
und Knoll.

Rückfragehinweis:
FPÖ

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