Wien (OTS) - Heftige Kritik übten heute die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) am ÖGB-Leitantrag zum Bundeskongress Anfang Juli. "Das ist nicht 'stark. sozial. gerecht', sondern in Wahrheit 'widersprüchlich. asozial. ungerecht'. Das ist ein schriftliches Ansuchen um Lohndumping!", kritisierten heute der Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer, AK-Rat Manfred Pühringer und AK-Rat Gerhard Knoll, die beide freiheitliche VOEST-Betriebsräte sind. "Offensichtlich hat ÖGB-Präsident Erich Foglar mit seinen Genossen hier einen Leitantrag des Antrags Willens zusammengewurschtelt. Würde man nicht wissen, von wem dieser Inhalt stammt, so könnte man leicht zu dem Schluss kommen, dass es sich um einen Antrag der Wirtschaftskammer oder der ÖVP handelt", so Pühringer.
AK-Rat Gerhard Knoll kritisierte "die Widersprüche dieses Leitantrages: Einerseits werden Maßnahmen gegen die explodierende Jugendarbeitslosigkeit gefordert, anderseits treten sie für eine Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für Asylwerber ein." Für den FP-VOEST-Betriebsrat unterstreicht der ÖGB damit, dass er sich nicht mit verantwortungsvollen und konsequenten Maßnahmen für die jüngeren Arbeitnehmer einsetzen will. "Gerade die Jugend ist von der aktuellen Wirtschaftskrise massiv betroffen und der ÖGB glänzt damit, dass er nach wie vor wie ein linker, arbeitsweltfremder SPÖ-Parteiapparat agiert", so Knoll.
Für FA-Landesobmann Pühringer "ist dieser Zick-Zack-Kurs nicht nachvollziehbar, der sich wie ein roter Faden durch das Papier zieht: Einerseits wird eine Verkürzung der Arbeitszeit gefordert, andererseits tritt der ÖGB in diesem Papier erneut für die ungerechte Mindestsicherung ein. Die Einführung dieser Mindestsicherung würde das Ende der Teilzeitarbeit bedeuten. Wer würde dann noch Zeit, Fahrtkosten und Energie aufwenden, wenn man in der sozialen Hängematte auch entsprechend entlohnt wird?" Zudem warnte Pühringer davor, dass eine Umsetzung der Mindestsicherung die bereits jetzt unerträgliche Rekordzuwanderung nach Österreich erneut ankurbeln würde. "Wie die Motten das Licht würde diese Maßnahme Faulenzer aus der ganzen Welt anziehen", zeigte sich Pühringer überzeugt.
Als Fazit stellten Pühringer und Knoll fest, "dass dieser Leitantrag des ÖGB eine massive Gefahr für die österreichischen Arbeitnehmer darstellt. Sie ist eine deutliche Kampfansage gegen die fleißigen heimischen Arbeitnehmer. Der ÖGB, dem nach wie vor die Mitglieder abhanden kommen, bettelt geradezu darum, dass die Unternehmen mit der Arbeitsmarktzulassung für Asylwerber das Lohndumping eröffnen sollen. Diejenigen, die möglicherweise noch gar nichts geleistet haben, sollen plötzlich auch Geld fürs Nichtstun bekommen."
"Dieser an dubiosem Inhalt kaum mehr zu überbietende Antrag ist höchstens ein Leitfaden dafür, wie man am besten weitere Mitglieder zum ÖGB-Austritt motiviert bzw. Arbeitnehmer vom ÖGB abschreckt. Im Jahr 2008 ist das den ÖGB-Verantwortlichen eh bereits gelungen: Fast 10.000 Mitglieder weniger als noch im Jahr 2007", schlossen Pühringer und Knoll.
Rückfragehinweis: FPÖ
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OTS0298 2009-06-16/14:54
161454 Jun 09
FPK0015 0434
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