• 28.04.2009, 10:15:00
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GRAS: Bologna hat alle Chancen verspielt

Bologna verschlechtert Situation der StudentInnen, Studien immer verschulter

Wien (OTS) - Die GRAS kritisiert die Umsetzung der Bologna
Richtlinien in Österreich. "Es ist eine reife Leistung des
Wissenschaftsministeriums, vom Ziel eines gemeinsamen Hochschulraumes
zur Verhinderung von Studienwechsel innerhalb von Österreich zu
kommen", kritisiert GRAS-Spitzenkandidatin Sigrid Maurer.

Etliche Studienpläne haben sich durch die Umstellung auf das
Bachelor/Master-System massiv verschlechtert. "Viele Unis haben die
Umstellung aufgrund finanzieller Probleme zum Anlass genommen, das
Lehrangebot zu verringern und die Studien immer stärker zu
verschulen", so Maurer. Im Zuge des Umstellungsprozesses sollen nun
auch noch Rankings als Mittel der Qualitätssicherung eingeführt
werden. Dazu Maurer: "Rankings sichern keine Qualität und führen im
Gegensatz zu vorgesehener Kooperation zu einem beinharten Wettkampf
zwischen den Hochschulen. Die Universitäten jagen nur mehr nach
nichtssagenden Zahlen, die Qualität der Lehre und die StudentInnen
bleiben dabei auf der Strecke."

Bei der MinisterInnenkonferenz, die heute und morgen in
Leuven/Belgien stattfindet, geht es genau darum, die Einführung von
Rankings zu verhindern. Maurer: "Rankings sind ein weiterer Schritt
auf der neoliberalen Agenda der EU-Kommission, die zur totalen
Verwirtschaftlichung von Bildung führt."

Rückfragehinweis:
GRAS Grüne & Alternative StudentInnen, [email protected], 0650/3301782, www.gras.at

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