- 14.04.2009, 12:11:03
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GLOBAL 2000 zu deutschem Gentech-Mais-Verbot: Die Allianz der Vernunft wird stärker!
BM Berlakovich und BM Stöger müssen endlich Reform des EU-Zulassungsverfahrens durchsetzen
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt das
heute durch die deutsche Landwirtschaftsministerin verkündete
Anbauverbot des Gentech-Mais MON810. "Wie freuen uns, dass sich auch
in Deutschland die Gentech-Kritiker endlich durchgesetzt haben, dies
ist ein Sieg der Vernunft", so Jens Karg, Gentechniksprecher von
GLOBAL 2000.
Die UmweltschützerInnen fordern die Minister Berlakovich und Stöger
auf, den gentechkritischen Rückenwind für einen wirksamen Schutz der
Gesundheit der KonsumentInnen und der Umwelt zu nutzen und
entscheidende Veränderungen in dem EU-Zulassungsverfahren
durchzusetzen. "Es muss ein Ende haben, dass die EU-Kommission
renitent gegen die wissenschaftliche Datenlage Risikoprodukte auf
Mensch und Umwelt loslassen will. Wir brauchen das Recht auf eine
gentechfreie Landwirtschaft, das muss jetzt endlich auch der
Kommission unmissverständlich klar gemacht und rechtlich veranktert
werden", so Karg.
Der Gentech-Mais ist bereits in Frankreich, Griechenland, Ungarn und
Luxemburg verboten. In Österreich wurde ein Importverbot für GV Mais
MON810 bereits 1999 wissenschaftlich begründet in Kraft gesetzt und
im Mai 2008 in neuer Form erlassen. Es existieren zahlreiche Indizien
dafür, dass der Gentech-Mais MON810 ein Gesundheits- und ein
Umweltrisiko darstellt. Der Mais MON810 produziert ein Gift gegen
Schädlinge. Dieses nach seinem Ursprungsorganismus Bacillus
Thuringensis kurz Bt genannte Gift ist allerdings auch für andere,
sogenannte Nicht-Ziel-Organismen, schädlich und reichert sich im
Boden an. Eine Fütterungsstudie des italienischen
Forschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel kommt zu dem
Ergebnis, dass der Gentech-Mais signifikante Veränderungen im
Immunsystem bewirken kann und Laboruntersuchungen zeigen, dass der
Giftgehalt in den Pflanzen, je nach Messprotokoll stark variiert. Die
Schwankungen um bis zu 100 Prozent wurden in der Risikobewertung
nicht berücksichtigt.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: [email protected]
GLOBAL 2000 Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail:
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