- 30.03.2009, 15:07:36
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Gewerkschaften vida und gpa-djp verlangen Teuerungsausgleich für Beschäftigte in Speditions- und Logistikbetrieben
Resolution von BetriebsrätInnen zu KV-Verhandlungen unterzeichnet - Angebot von 0,6 Prozent Erhöhung wird als "Frechheit" empfunden
Wien (vida-gpa-djp/ÖGB) - Rund 150 Betriebsrätinnen der
Speditions- und Logistikbetriebe Österreichs haben heute, Montag, im
Rahmen einer Betriebsrätinnenkonferenz in Linz eine Resolution
verabschiedet, in der von den Arbeitgebern bei den
Kollektivvertragsverhandlungen ein Abschluss gefordert wird, "der
nachhaltig sowohl die hohe Inflation abdeckt, als auch den
ArbeitnehmerInnen einen gerechten Teil am Wirtschaftswachstum
zugesteht". Die Kollektivvertragsverhandlungen sind nach zwei Runden
ins Stocken gekommen, nachdem die Arbeitgeberseite nur 0,6 Prozent an
Lohn- und Gehaltserhöhung angeboten hatte. Die Verhandlungen führen
für Beschäftigten die Gewerkschaften gpa-djp und vida. Sollten die
nächsten Verhandlungen Anfang April "zu keinem sichtbaren Fortschritt
führen, werden die BetriebsrätInnen in der Woche vom 14. bis 17.
April 2009 die Beschäftigten in Betriebsversammlungen über den Stand
der Verhandlungen informieren. In den Versammlungen könnten auch
Beschlüsse über weitere Maßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen
gefasst werden, heißt es in der Resolution. ****
"Mit uns nicht, wir kämpfen um jedes Zehntel", sagte der
stellvertretende Bundesgeschäftsführer der gpa-djp, Karl Proyer, im
Rahmen der Konferenz: "Jedes Zehntel, das wir jetzt erkämpfen, ist
wichtig für die Lohn und Gehaltsentwicklung unserer Kolleginnen und
Kollegen". Man müsse den ArbeitnehmerInnen auch in schwierigen Zeiten
eine Perspektive geben, unterstrich Proyer. "Wenn notwendig werden
wir mit den Kolleginnen und Kollegen vor der Wirtschaftskammer
stehen. Wir werden uns solche niedrigen Lohnerhöhungen bei einer
Teuerung von 2,91 Prozent in den letzten 12 Monaten in keiner Branche
gefallen lassen", sagte der Gewerkschafter.
"Das vorliegende Angebot ist schlicht und einfach eine Frechheit. Die
Arbeitnehmer können für die durch die Finanzkrise verursachte
derzeitige Miesere nichts dafür", pflichtete der
vida-Bundessektionssekretär für den Bereich Verkehr, Georg Eberl,
Proyer bei. Die ArbeitgeberInnen seien bereit, ihren Teil zur
Überwindung der Krise beizutragen, so Eberl weiter, und hätten ihre
Bereitwilligkeit bereits in der Vergangenheit mit flexibleren
Arbeitszeiten unter Beweis gestellt. Bei durchschnittlichen Einkommen
in der Branche von 1.300 bis 1.600 Euro brutto seien 0,6 Prozent
Lohn- und Gehaltserhöhung aber völlig inakzeptabel. "So geht man mit
hart arbeitenden Menschen nicht um", die anstehende Steuerreform
dürfe nicht von den Arbeitgebern als Ausrede für niedrige
Einkommensanpassungen missbraucht werden", betonte Eberl.
In der heute beschlossenen Resolution der BetriebsrätInnen von
gpa-djp heißt es dazu weiter: "Die ausgezeichneten wirtschaftlichen
Erfolge der Unternehmen bis Beginn 2009 belegen die
Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Speditionen. Diese Ergebnisse
sind durch qualifizierte und engagierte Arbeit aller
ArbeitnehmerInnen und nicht nur von den Geschäftsleitungen erbracht
worden. Als Anerkennung für diese Leistung und dieses Engagement
verdienen sich die Beschäftigten mehr, als das derzeit vorliegende
Angebot."
Die Teuerung, Lebenserhaltungskosten und Abgabenlast würden in erster
Linie die ArbeitnehmerInnen treffen. Beides gefährde die Kaufkraft
und den Lebensstandard, wird in der Resolution argumentiert: Das
bewährte Prinzip der solidarischen, nachhaltigen und am
Wirtschaftswachstum orientierten Lohn- und Gehaltspolitik, wolle die
ArbeitnehmerInnenseite in den anstehenden Verhandlungen beibehalten.
ÖGB, 30. März 2009 Nr. 178
Rückfragehinweis:
Gewerkschaft vida / Öffentlichkeitsarbeit
Hansjörg Miethling
Tel.: (01) 546 41/111
Mobil: 0664 / 61 45 733
Internet: www.vida.at
GPA-djp
Mag. Martin Panholzer
0676 / 817 111 511OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






