Wien (OTS) - "Auf europäischer Ebene steht es einem Staat laut Art. 15 des europäischen Übereinkommens zur Staatsangehörigkeit frei ob er seinen Bürgern gestattet dessen Staatsangehörigkeit beizubehalten, insofern eine andere Staatsbürgerschaft erlangt wird. Das österreichische Staatsbürgerschaftsgesetz gibt in § 10 Abs. 4 Z 2 darüber Auskunft wie bei einem Fremden, der vor dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit eines der Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie hatte und spezifische Kriterien des verfolgt-worden-seins erfüllt, zu verfahren ist", so heute FPÖ-Südtirol-Sprecher NAbg Werner Neubauer. "Daran orientiert sich unser Antrag betreffend die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an eine bestimmte Gruppe von Altösterreichern."
Der am 12. November 1918 ausgerufenen Republik Deutschösterreich hätten sich sämtliche deutschsprachigen Teile der Monarchie zugehörig erklärt. Erst 1919 seien diese Gebiete durch die Vororteverträge wieder abgetrennt worden. Volksbefragungen seien speziell von Frankreich abgelehnt worden, um das Nachkriegsösterreich weiter zu schwächen.
Dazu die Tiroler FPÖ-NAbg Carmen Gartelgruber: "Was in Südtirol hinzukommt ist die Tatsache, dass die Besetzung durch Italien nach dem Waffenstillstandsabkommen erfolgte, was einen Verstoß gegen das damals gültige Kriegsvölkerrecht darstellte. Unser Antrag fordert die Bundesregierung demgemäß auf, eine Regierungsvorlage vorzulegen, die vorsieht Altösterreichern mit einer fremden Staatsangehörigkeit, die vor den Pariser Vororteverträgen auf dem Gebiet Südtirols und Trentino samt Cortina d´Ampezzo gelebt haben sowie deren Nachfahren auf Antrag die österreichische Staatsbürgerschaft zu verleihen."
Dies sei allerdings nur eine Initiative der FPÖ anlässlich des Tiroler Gedenkjahres 1809 - 2009. Neubauer: "Dieses Jahr steht für uns unter dem bereits in unserem diesbezüglichen Kommuniqué verlautbarten Motto: Selbst wenn Italien den Schlern mit Gold überziehen sollte, könnten wir dem Ziel der Tiroler Landeseinheit nicht entsagen."
Rückfragehinweis: FPÖ
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