• 02.03.2009, 11:54:11
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Kickl: Arbeitslosigkeit ist große Herausforderung

Leider sind derzeit weder SPÖ noch ÖVP dieser Aufgabe auch nur halbwegs gewachsen

Wien (OTS) - "Die derzeitige Arbeitslosigkeit ist eine enorme
Herausforderung, die mehr verlangt als nur ein paar rot-schwarze
Lippenbekenntnisse", erklärte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg.
Herbert Kickl zu den aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt. 301.695
Betroffene seien eine dramatische Entwicklung, die selbst von einer
völlig abgehobenen SPÖ-ÖVP-Regierung unter Kanzler Faymann und seinem
Minister Hundstorfer nicht mehr schöngeredet werden könne. Gerade die
Tatsache, dass der stärkste Anstieg bei den Jobsuchenden unter 25 zu
verzeichnen sei, müsse den Verantwortlichen eigentlich zu denken
geben. "Ein Arbeitsmarkpaket, das endlich massiv bei der Aus- und
Weiterbildung ansetzt, ist das Gebot der Stunde. Das Verwalten der
Arbeitslosen führt nur in eine Sackgasse und ist angesichts der
Wirtschaftskrise brandgefährlich", betonte Kickl. Zu kritisieren sei
hier auch die derzeit gängige Schulungspraxis: Rechne man die in
Schulung befindlichen Personen dazu, waren Ende des Monats bereits
359.678 Personen arbeitslos. "Ein unhaltbarer Zustand, der einmal
mehr deutlich widerspiegelt, dass die vom AMS ausgelagerten
Schulungen oftmals nur zur Schönung der Arbeitslosenstatistik dienen.
Angesichts des jüngsten AMS-Skandals um verschwundene Gelder von
Konten des Arbeitsmarktservice, indem auch ein Schulungsinstitut und
sein Geschäftsführer eine prominente Rolle spielte, ist die dringende
Evaluierung aller Arbeitslosenkurse ein Gebot der Stunde", fuhr der
freiheitliche Arbeitnehmersprecher fort.

Auch die Entwicklung bei der Kurzarbeit - das AMS rechne, dass Ende
März bereits 38.395 Personen in insgesamt 200 Betrieben von
Kurzarbeit betroffen seien - müsse alle Alarmglocken läuten lassen.
Von der Kurzarbeit zur Arbeitslosigkeit sei es oft nur mehr ein
kleiner Schritt. "Man hat noch immer den Eindruck, dass SPÖ und ÖVP
auf Zeit spielen. Dabei hat etwa das WIFO bereits im Dezember 2008
eine gezielte Qualifikation von Arbeitskräften statt kurzfristige
'Feuerwehraktionen' gefordert. Dies ist schon seit langem die
Position der FPÖ", so Kickl abschließend.

Rückfragehinweis:
FPÖ

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