• 11.02.2009, 10:26:24
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  • OTS0075 OTW0075

Prets unterstützt neuerlichen Vorstoß des EU Parlaments gegen Genitalverstümmelung bei Frauen

Wien (SK) - "In der Europäischen Union wird Genitalverstümmelung
von Frauen nicht geduldet", fasst die SPÖ-Europaabgeordnete Christa
Prets die jüngste Diskussion im "Ausschuss für die Rechte der Frau
und die Gleichstellung der Geschlechter" zusammen. Prets hat als
Schattenberichterstatterin den heute vom Ausschuss bestätigten
Bericht betreut. Der Bericht "verurteilt Genitalverstümmelung bei
Frauen nachdrücklich als einen Verstoß gegen die fundamentalen
Menschenrechte". Der Ausschuss fordert Kommission und Mitgliedstaaten
auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, "um die Praxis der
Genitalverstümmelung bei Frauen in der Europäischen Union endgültig
auszurotten", wie es im Bericht heißt. ****

Derzeit sind ca. 500.000 Frauen in Europa von weiblicher
Genitalverstümmelung betroffen. Täglich werden weltweit ungefähr
7.000 Mädchen/Frauen neu beschnitten.

Durch Migrationsströme aus Drittländern der letzten dreißig Jahre
sei das Problem auch in der EU akut geworden, erläutert Prets: "Das
EU Parlament hat sich bereits mehrfach gegen Genitalverstümmelungen
ausgesprochen. Die Gewalt dieser brutalen Praxis muss als solche
benannt und bekämpft werden. Es handelt sich um eine Verletzung der
Grundrechte von Frauen."

Im Bericht werden u.a. das systematische Sammeln entsprechender
Daten in den Mitgliedsländern gefordert. "Wichtig sind in diesem
Zusammenhang auch umfassende Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung
der betroffenen Personen und zwar sowohl in Europa als auch vor Ort.
Die NGOs, die diese Arbeit leisten, brauchen unsere Unterstützung",
betont Prets. Zudem dürfe man die Augen nicht davor verschließen,
dass auch in Österreich trotz entsprechender Verbote
Genitalverstümmelungen durchgeführt werden. Auch hier müsse man noch
stärker aktiv werden. "Keine Kultur und keine Religion der Welt hat
das Recht, Frauen Gewalt anzutun und ihre Körper zu verstümmeln"
stellt Prets abschließend klar. (Schluss) gd/mp

Rückfragehinweis: Claudia Saller, SPÖ-Delegation im Europäischen
Parlament, Tel. +32 (0) 2 28 43364, Mobil: +32 (0) 475 6066 34

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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