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Wien (SK) - Die Mehrheit der Abgeordneten des Europäischen
Parlaments hat heute bei der Plenarsitzung in Straßburg im Rahmen
einer - unverbindlichen - Stellungnahme eine Pro-Atomlinie vertreten.
Vorlage war der Bericht einer liberalen Abgeordneten aus dem
Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Selbst die Anträge
der sozialdemokratischen Fraktion, die die nationale Kompetenz in
Sachen Energiemix festgestellt haben, wurden knapp abgelehnt. "Die
SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament hat in der Folge den
gesamten Bericht abgelehnt", berichtet der SPÖ-Europaabgeordnete und
Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion Hannes Swoboda. ****
"Der jüngste Gasstreit und die Notwendigkeit, den Klimawandel zu
bekämpfen, führt anscheinend manche zur Schlussfolgerung, dass die
Kernenergie ein Allheilmittel einer 'alternativen' Energiepolitik
darstellt", bedauert Swoboda. "Die Unterschätzung der Risken und
Entsorgungsprobleme, auch durch die EU-Kommission, ist
mitverantwortlich für diesen Irrtum in der europäischen
Energiestrategie", kommentiert der EU-Abgeordnete weiter. "Die
österreichischen sozialdemokratischen Abgeordneten werden trotz
dieses Rückschlags den Kampf gegen eine illusionsbeladene
Atomenergiepolitik fortsetzen. Wir setzten auf Energieeffizienz,
Energiesparen und erneuerbare Energien", betont Swoboda abschließend.
(Schluss) sw/mp
Rückfragehinweis: Claudia Saller, SPÖ-Delegation im Europäischen
Parlament, Tel. +32 (0) 2 28 43364, Mobil: +32 (0) 475 6066 34
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OTS0174 2009-02-03/14:59
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