• 04.11.2008, 17:47:15
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Temelin - Längerer Stillstand von Block 1 keine Überraschung

Linz (OTS) - Die Mitteilung des Temelinbetreibers, dass Block 1
wegen des Turbinenschadens bis Mitte Dezember abgeschaltet bleiben
muss, stellt keinerlei Überraschung dar, denn es war ein schwerer
Schaden zu erwarten, weil die Vibrationen der Turbine, die schon
Risse am Maschinengebäude verursacht haben, nicht in den Griff
bekommen wurden. Entgegen aller Beteuerungen des Betreibers.

Der Bruch der Turbinenschaufel ist aller Wahrscheinlichkeit nach
auf Materialermüdung durch die ständigen Vibrationen zurückzuführen.
Sehr bedenklich ist daher, dass der Betreiber trotz des Wissens um
die maroden Turbinen erst dann Probleme zugibt, wenn sich die
Turbine in ihre Einzelteile zerlegt und sich die Schäden nicht mehr
verschweigen lassen.

"Diese Vibrationen sind ein ernsthaftes Problem, weil sie negative
Auswirkungen auf die Hochdruckleitungen haben, die ohnehin einen der
gravierenden Sicherheitsmangel darstellen", kritisiert Dipl. Ing.
Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

"Diese Mängel wurden entgegen den Vereinbarungen im Melker
Abkommen bis heute nicht beseitigt. Ein Versagen dieser
Hochdruckleitungen kann einen schweren Unfall zur Folge haben", so
Manfred Doppler weiter.

"Wir fordern daher Umweltminister Pröll dazu auf, diese
Zwangspause zu nützen und neben der Forderung die gravierenden
Sicherheitsmängel endlich zu beheben auch eine ausführliche
Stellungnahme zu den anhaltenden Turbinenproblemen zu verlangen", so
Manfred Doppler abschließend.

Rückfragehinweis:
Anti Atom Komitee
Tel.: 0664 45 05 015

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