- 29.10.2008, 11:31:46
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Initiative Denkmalschutz: Die Stadt Wien entledigt sich ihrer Verantwortung für das einzigartige Welterbe Schönbrunn
Komet-Hochhaus-Flächenwidmung morgen im Gemeinderat
Wien (OTS) - Entgegen den Empfehlungen von ICOMOS und UNESCO auf
den so genannten Komet-Gründen auf ein Hochhaus zu verzichten und
anstatt dessen die Pufferzone zu erweitern, wurde nun auch die für
den Ausnahmefall mit der UNESCO getroffene Vereinbarung missachtet,
dass ein Hochhaus in diesem Bereich maximal 60 Meter sein sollte. Der
morgen im Gemeinderat zur Abstimmung vorliegende Flächenwidmungs- und
Bebauungsplan sieht nämlich ein 73 Meter Hochhaus mit einer nahezu
100 Meter langen und 42 Meter hohen Sockelzone (Randverbauung) vor.
Mit der Beschlussfassung dieses von SPÖ und FPÖ forcierten
Projektes würde nicht nur das barocke Sichtachsenkonzept der
meistbesuchten Sehenswürdigkeit Österreichs massiv beeinträchtigt,
sondern auch das öffentliche Interesse am unversehrten Erhalt des
barocken Konzeptes von Schloss und Park Schönbrunn für kommende
Generationen verraten werden. Denn der neue Bebauungsplan bringt
nicht nur einen millionenschweren Widmungsgewinn für den Bauwerber
mit sich, sondern auch einen Rechtsanspruch, der weiterführende
Gespräche mit der UNESCO zur Rettung Schönbrunns ad absurdum führt.
Rückfragehinweis:
Claus Süss, Mobil-Tel.: 0676 740 43 27
Verein 'Initiative Denkmalschutz'
www.initiative-denkmalschutz.at
(ZVR-Nr.: 049832110)
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